Bertrand Grébaut ist tot: Star-Koch nach tragischer Diagnose mit nur 44 Jahren gestorben

Wenn Bertrand Grébaut zum Kochlöffel griff, riss sich ganz Paris um einen Platz in seinem "Septime"-Restaurant. Nun muss die Gastro-Welt Abschied nehmen von dem Star-Koch, der mit nur 44 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben ist.

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Der französische Promi-Koch Bertrand Grébaut ist mit nur 44 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben (Symbolfoto). (Foto) Suche
Der französische Promi-Koch Bertrand Grébaut ist mit nur 44 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock / stockbusters
  • Bertrand Grébaut ist tot
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Wenn Bertrand Grébaut in seinem Pariser Restaurant "Septime" am Herd stand, gerieten Promis und Feinschmecker gleichermaßen in Verzückung: Der französische Gastronom sorgte mit seinem Geschäftspartner Théophile Pourriat für Bewegung in der kulinarischen Szene seiner Heimatstadt und erkochte sich 2014 nicht nur einen begehrten Michelin-Stern, sondern machte sein Lokal auch zum Anziehungspunkt für Superstars wie Beyoncé Knowles. Nun ist der Star-Koch mit nur 44 Jahren gestorben.

Bertrand Grébaut ist tot: Französischer Spitzenkoch mit nur 44 Jahren gestorben

Am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, ist Bertrand Grébaut an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Die Diagnose hatte er erst im Herbst 2025 erhalten. Grébauts langjähriger Geschäftspartner Théophile Pourriat teilte die traurige Nachricht auf dem Instagram-Account des Restaurants mit. Zu einem Foto des Verstorbenen schrieb er bewegende Abschiedsworte: "Ich bin unendlich traurig, den Tod von Bertrand bekannt geben zu müssen. Er hat mit aller Kraft und großem Mut gegen die Krankheit gekämpft." Pourriat bezeichnete Grébaut als seinen besten Freund, Partner und Bruder. Seine Gedanken seien bei Grébaut's Partnerin Tatiana, den gemeinsamen Kindern Anna und Roman sowie seiner Mutter Catherine.

Trauer um Bertrand Grébaut: So krempelte er die Gastro-Szene in Paris um

Gemeinsam mit Pourriat hatte Grébaut das "Septime" im Jahr 2011 im 11. Arrondissement eröffnet. Der Name war eine Hommage an den tyrannischen Restaurantbesitzer Monsieur Septime aus der Filmkomödie "Le Grand Restaurant" von 1966 mit Louis de Funès. Bewusst wählten sie ein Viertel abseits der klassischen Touristenrouten am rechten Seineufer.

Das Lokal setzte auf ein radikal reduziertes Konzept: Polierte Betonböden und rustikale Holztische ersetzten die üblichen weißen Tischdecken der gehobenen Gastronomie. Die Speisekarte blieb bewusst überschaubar. Der Erfolg stellte sich sofort ein – einen Tisch zu ergattern wurde nahezu unmöglich. Nach der Auszeichnung mit einem Michelin-Stern 2014 explodierte der Andrang vollends. Selbst Superstar Beyoncé speiste dort.

Bertrand Grébaut schaffte es vom Graffiti-Sprüher zum Spitzenkoch

Bertrand Grébaut, geboren am 5. Dezember 1981 in Paris, schlug keinen klassischen Weg in die Gastronomie ein. Als Jugendlicher besprühte er illegal Wände in der französischen Hauptstadt und schrieb sich später an der Pariser Kunsthochschule Penninghen ein, um Grafikdesigner zu werden. Doch diese Welt langweilte ihn schnell.

Die entscheidende Wende kam durch das Zusammenleben mit seinem Jugendfreund Pourriat. Die beiden Mitbewohner erkundeten gemeinsam die Pariser Restaurantszene und entwickelten eine regelrechte Besessenheit für gutes Essen. In ihrem Jubiläumsbuch zum zehnjährigen Bestehen des "Septime" beschrieben sie diese Zeit: "Wir dachten an nichts anderes als an Essen. Wir sprachen Tag und Nacht darüber."

Während Pourriat als Kellner arbeitete, schrieb sich Grébaut an der renommierten Kochschule Ferrandi Paris ein. Anfangs war er eingeschüchtert, doch bald zeigte sich sein Talent. Seine ersten Praktika gestalteten sich jedoch schwierig. Im Hotel Scribe erlebte er eine altmodische Küchenhierarchie, in der er unhöflich behandelt wurde und nur niedere Aufgaben erhielt. Er stand kurz davor aufzugeben, biss sich aber durch.

Den prägendsten Einfluss übte Alain Passard im Drei-Sterne-Restaurant L'Arpège auf ihn aus. Dort entdeckte Grébaut seine Leidenschaft für gemüsebetonte Küche. "Dort habe ich am meisten gelernt", erklärte er einmal. Anschließend übernahm er die Küchenleitung im L'Agapé, das 2009 unter seiner Führung einen Michelin-Stern erhielt.

Verstorbener Bertrand Grébaut hinterlässt ein Vermächtnis aus mehreren Restaurants

Nach einer ausgedehnten Asienreise mit seiner Partnerin Tatiana Levha verwirklichte Grébaut seinen Traum: ein Restaurant, "in dem wir selbst gerne als Gäste essen würden". Aus dem Erfolg des "Septime" entstand in den Folgejahren ein ganzes Gastronomie-Imperium im selben Viertel. Dazu gehören die auf Naturweine spezialisierte Bar "La Cave Septime", die Seafood-Bar "Clamato" sowie die Konditorei "Tapisserie". 2018 eröffneten die Partner zudem das Gästehaus "D'une île" in einem restaurierten Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert in der Region Perche.

Grébaut hinterlässt seine Partnerin Tatiana Levha, die gemeinsamen Kinder Anna und Roman sowie seine Mutter Catherine. Pourriat kündigte an, dass die Betriebe nach einer dreitägigen Pause für die Beerdigung weitergeführt werden.

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