Prinz William: Aufgedeckte Epstein-Verbindungen bringen Thronfolger in Erklärungsnot
Der Skandal um Jeffrey Epstein hat das britische Königshaus mit voller Wucht erwischt - aktuell ist es jedoch nicht Ex-Prinz Andrew, sondern dessen Neffe Prinz William, der nach neuen Enthüllungen zu seinem "Earthshot Prize"-Projekt in Erklärungsnot gerät.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Prinz William nach jüngsten Epstein-Enthüllungen in Erklärungsnot
- "Earthshot Prize"-Gründungspartner taucht mit Schock-Nachricht in Epstein-Akten auf
- Monarchie-Gegner fordern Erklärung von Briten-Thronfolger Prinz William
Die langjährige Bekanntschaft des früheren Prinzen Andrew mit dem verurteilten und 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das britische Königshaus in eine tiefe Krise gestürzt. Immer neue Enthüllungen zu Epsteins Machenschaften haben sogar König Charles III. höchstselbst zu einer öffentlichen Stellungnahme genötigt - aktuell ist es jedoch Charles' ältester Sohn Prinz William, der im Zusammenhang mit den Epstein-Akten in Erklärungsnot gerät.
Prinz William in Erklärungsnot: "Earthshot Prize"-Gründungspartner in Epstein-Akten aufgetaucht
Seit einigen Jahren steht der britische Thronfolger mit dem "Earthshot Prize" im Rampenlicht, der jährlich an jeweils fünf Preisträger für herausragende Beiträge zum Umweltschutz verliehen wird. Prinz William selbst rief das Naturschutz-Projekt im Jahr 2020 mit dem Tierfilmer und Naturforscher Sir David Attenborough ins Leben. Im Zuge der jüngsten Veröffentlichungen im Epstein-Skandal kam nun ans Licht, dass offenbar einer der Gründungspartner, mit denen Prinz William sein Umweltschutz-Projekt aus der Taufe hob, fragwürdige Verbindungen zu Jeffrey Epstein pflegte.
Royals-Gegner melden Prinz Williams Charity nach Epstein-Enthüllung
Den Stein ins Rollen brachte einem Bericht des "People"-Magazins zufolge die britische Anti-Monarchie-Organisation "Republic", die Prinz Williams Umwelt-Wohltätigkeitsorganisation "Earthshot Prize" bei der Charity Commission gemeldet hat. Im Zentrum der Kontroverse steht Sultan Ahmed bin Sulayem, Geschäftsführer des milliardenschweren Unternehmens DP World mit Sitz in Dubai. Das Unternehmen gehörte zu den Gründungspartnern, als Prinz William die Umweltinitiative im Jahr 2020 ins Leben rief. Sulayems Name tauchte in kürzlich vom US-Justizministerium freigegebenen Dokumenten auf. Demnach erhielt er im April 2009 eine E-Mail von Epstein. Der Inhalt der Nachricht wurde erst jetzt bekannt, nachdem US-Kongressabgeordnete Zugang zu ungeschwärzten Akten erhielten. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie bestätigte Sulayem als Empfänger.
Schockierende Epstein-Mail über "Foltervideo" bringt "Earthshot"-Organisation in Verruf
Die fragliche E-Mail verfasste Jeffrey Epstein während seiner Haftstrafe in Palm Beach, Florida. In der Nachricht vom April 2009 schrieb er an Sulayem: "Wo bist du? Geht es dir gut? Ich habe das Foltervideo geliebt." Der verstörende Inhalt wurde erst durch die jüngste Freigabe von Dokumenten durch das US-Justizministerium öffentlich.
Die finanzielle Dimension der Partnerschaft zwischen dem mutmaßlichen Epstein-Kontakt und Prinz Williams Wohltätigkeitsorganisation ist beträchtlich. Laut "Republic" hat DP World mindestens 1,3 Millionen US-Dollar an den "Earthshot Prize" gespendet. Die Organisation betont zudem, dass Sulayem und Prinz William bei mehreren Gelegenheiten gemeinsam gesehen wurden. Der Geschäftsführer habe dabei seine direkte Unterstützung für die Wohltätigkeitsorganisation demonstriert. "Die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit erfordert eine vollständige und umfassende Untersuchung", erklärte "Republic" in ihrer Mitteilung.
Prinz William in der Klemme: Monarchie-Kritiker fordern Rechenschaft nach Epstein-Enthüllung
Graham Smith, Geschäftsführer von "Republic", verlangt vom britischen Thronfolger nun umfassende Aufklärung. "William muss viele Fragen beantworten über das, was er über Andrew [Mountbatten-Windsor] und Epstein wusste. Und jetzt muss er seine Beziehung zu Sulayem erklären", erklärte Smith in einer Stellungnahme. Der Monarchie-Kritiker zweifelt an der Unwissenheit der königlichen Berater. Es sei nicht glaubwürdig, dass das britische Außenministerium, Geheimdienste oder andere Berater nichts über Sulayems Charakter gewusst hätten. Die Akten befänden sich seit Jahren in den Händen der US-Behörden. "Es ist nicht glaubhaft, dass solche Informationen nicht geteilt worden wären", so Smith, der zudem mögliche Versäumnisse bei der Überprüfung von Geldgebern kritisierte. Der "Earthshot Prize" habe die Pflicht zur Sorgfaltsprüfung. "Haben sie das hier getan? Falls ja, hat William deren besseres Urteil übergangen?"
"Earthshot Prize" wird nach Epstein-Enthüllung auf Herz und Nieren geprüft
Die britische Aufsichtsbehörde für Wohltätigkeitsorganisationen reagierte auf die Beschwerde. "Wir sind uns der Bedenken bezüglich der Finanzierungsquellen des 'Earthshot Prize' bewusst", teilte ein Sprecher der Charity Commission gegenüber "ITV" mit. Man prüfe die Informationen, um weitere Schritte und eine mögliche Rolle der Kommission zu bestimmen. Königshaus-Experte Ian Pelham Turner bezeichnete die Verbindung zu Epstein gegenüber "Fox News" als "etwas weit hergeholt". Er vermutet, dass "Republic" die Angelegenheit nutze, um die Monarchie insgesamt zu diskreditieren.
Prinz William und seine Ehefrau Prinzessin Kate hatten sich bereits zu den jüngsten Epstein-Enthüllungen geäußert. Ein Sprecher des Paares erklärte, beide seien "zutiefst besorgt über die fortlaufenden Enthüllungen". Ihre Gedanken blieben bei den Opfern.
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loc/news.de/stg
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