Grateful-Dead-Mitbegründer Bob Weir tot: Trauer um Rocklegende - Gitarrist verstirbt im Alter von 78 Jahren

Er hat die Musikwelt geprägt - und hinterlässt eine große Lücke. Der Gitarrist und Mitbegründer der legendären Band Grateful-Dead, Bob Weir, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Die traurige Nachricht erfolgte via Instagram. Die Hintergründe.

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Trauer um eine Legende: Bob Weir ist tot. (Foto) Suche
Trauer um eine Legende: Bob Weir ist tot. Bild: dpa/Steve C. Mitchell
  • Gitarrist Bob Weir verstorben
  • Mitbegründer der Rockband Grateful Dead revolutionierte die Musik-Welt
  • Rückblick auf seine bewegende Karriere

Bob Weir, Mitbegründer der legendären Psychedelic-Rockband Grateful Dead, ist tot. Der Gitarrist starb im Alter von 78 Jahren friedlich im Kreise seiner Familie, wie auf seinem Instagram-Account bekannt gegeben wurde.

Bob Weir tot - daran starb die einstige Rock-Legende

Nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung erlag Weir schließlich einem Lungenleiden. In der Mitteilung heißt es, seine "einzigartige Kunstfertigkeit" habe die amerikanische Musiklandschaft nachhaltig verändert. "Seine Arbeit hat mehr bewirkt, als nur Räume mit Musik zu füllen; sie war wie warmes Sonnenlicht, das die Seele erfüllte."

Mehr als sechs Jahrzehnte lang prägte "Bobby" Weir die Rockmusik. Er werde "für immer eine Leitfigur" bleiben.

Vom Teenager zum Rockstar - Bob Weir und seine bewegende Geschichte

Bob Weir erblickte 1947 in San Francisco das Licht der Welt. Bereits in jungen Jahren kreuzte sich sein Weg mit dem von Jerry Garcia – eine Begegnung, die Musikgeschichte schreiben sollte.

1965 hoben die beiden gemeinsam mit Bassist Phil Lesh, Keyboarder Ron McKernan und Schlagzeuger Bill Kreutzmann eine Band aus der Taufe, die zur Ikone des Psychedelic Rock werden sollte. Später vervollständigte Drummer Mickey Hart die Formation.

Die Grateful Dead entwickelten sich rasch zur musikalischen Stimme einer ganzen Generation. Ihre Klänge wurden zum Soundtrack der Hippie-Bewegung und begleiteten unzählige Blumenkinder durch die wilden Sechziger.

"Casey Jones" und "Touch of Grey" - Hits für die Ewigkeit

Songs wie "Casey Jones", "Touch of Grey" und "Truckin" machten die Grateful Dead weltberühmt. Ihre Musik untermalte die Drogenexperimente der Flower-Power-Ära und wurde zum akustischen Begleiter einer rebellischen Jugend.

Weirs Schaffen ging weit über bloße Unterhaltung hinaus. Seine Kompositionen prägten die amerikanische Musikszene auf fundamentale Weise. Über sechs Jahrzehnte hinweg blieb der Gitarrist seinem Handwerk treu und stand bis zuletzt auf der Bühne.

Die Würdigung nach seinem Tod fiel entsprechend aus: Weirs künstlerisches Erbe habe die US-Musik neu definiert.

Eine Fangemeinde wie keine andere

Die Grateful Dead zogen eine einzigartige Anhängerschaft an. Die sogenannten Deadheads folgten der Band von Konzert zu Konzert quer durch die USA. Anders als viele Rockgruppen verdienten die Musiker ihr Geld hauptsächlich mit Live-Auftritten statt mit Plattenverkäufen.

Als Jerry Garcia 1995 mit nur 53 Jahren starb, bedeutete dies zunächst das Ende der Band. Doch die Musik verstummte nicht für immer. In späteren Jahren fanden sich die verbliebenen Mitglieder um Bob Weir und Mickey Hart erneut zusammen und traten gemeinsam auf. Nun ist mit Weir eine weitere Säule dieser Rocklegende von uns gegangen.

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