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Franziska Giffey privat: Doktortitel aberkannt! DIESE Diagnose ruinierte ihr den Traumberuf

Ex-Bundesfamilienministerin, Vorsitzende der SPD Berlin - und bald vielleicht Bürgermeisterin unserer Hauptstadt? Wer ist diese Frau, die der SPD ein freundliches Gesicht gibt? Ob sie Kinder hat, wer der Mann an ihrer Seite ist und was ihrer politischen Karriere möglicherweise richtig schaden kann - ein Blick auf die Erfinderin des "Gute-Kita-Gesetzes".

Franziska Giffey ist seit 2018 Bundesfamilienministerin. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Franziska Giffey: Studium abgebrochen wegen Kehlkopfmuskelschwäche

Franziska Giffey wurde 1978 als Franziska Süllke geboren und wuchs in Briesen, einem Dorf in Brandenburg auf. Sie ist also ein echtes DDR-Kind. Zum Lehramtsstudium zog es sie 1997 nach Berlin. Doch dann der Schock! Nach nur zwei Semestern musste sie ihr Lehramtsstudium abbrechen. Ärzte diagnostizierten eine Kehlkopfmuskelschwäche. Ihr wurde davon abgeraten, Lehrerin zu werden. Klar, mit so einer Krankheit sind Probleme im Lehrerjob vorprogrammiert. Doch ob ihr momentaner Beruf so viel schonender für die Stimme ist? Franziska Giffey musste also ihren Traumberuf aufgeben und schlug einen neuen Weg für ihre Ausbildung ein. Vielleicht war es Schicksal? Denn erst das Studium zum Verwaltungsrecht ebnete ihr den Weg in die Politik.

Franziska Giffey privat mit Mann Karsten Giffey verheiratet, 1 Kind

Ihr Ehemann ist Karsten Giffey, ein Tierarzt, den sie 2008 heiratete. Ein Jahr später kam der gemeinsame Sohn auf Welt. Übrigens, der Profi-Basketballer Niels Giffey und Franziska Giffey sind verwandt. Der Spieler von Alba Berlin ist ein angeheirateter Neffe der Politikerin.

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Steile SPD-Karriere für Franziska Giffey

Was für ein politischer Lebenslauf! Seit dem Jahr 2007 ist Franziska Giffey SPD-Mitglied und schon ebenso lange aktiv in der SPD Berlin Neukölln. 2014 übernahm sie den Kreisvorsitz. Ihre Karriere ging steil nach oben: Sie wurde Bezirksbürgermeisterin von Berlin Neukölln, Landesvorsitzende und im Jahr 2018 Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend in Merkels Regierung. Seitdem, spätestens, ist Franziska Giffey bundesweit bekannt.

2021 hat sie nun sogar die Chance, als Spitzenkandidatin der SPD Bürgermeisterin von Berlin zu werden. Wäre da nur nicht diese eine Sache. Denn Giffey muss sich Plagiatsvorwürfen stellen.

Das Plagiats-Drama: Doktorarbeit von Franziska Giffey wurde überprüft - Rücktritt als Familienministerin

Ist Franziska Giffey, die immer überaus freundlich, aber auch sehr akkurat auftritt, eine Betrügerin? Es gab Plagiatsvorwürfe gegen sie. Die Freie Universität Berlin musste nachprüfen: Hatte Giffey Teile ihrer Doktorarbeit etwa abgeschrieben? Die Universität kam zwar zu dem Ergebnis, dass die Arbeit Mängel aufweise. Aber ein Plagiat ist es nicht, wurde vorerst entschieden.

Franziska Giffey allerdings ging mit den Vorwürfen souverän um. Sie handelte ganz nach dem Prinzip "Flucht nach vorne". Schon die Prüfung der Doktorarbeit initiierte sie selbst, nachdem Online-Plagiatsjäger auf mögliche Ungereimtheiten aufmerksam gemacht hatten. Außerdem verkündete sie, dass sie fortan den Doktortitel nicht mehr tragen möchte. Im Mai 2021 reichte sie im Zuge der Diskussionen um ihre Doktorarbeit allerdings ihren Rücktritt als Familienministerin ein.

Franziska Giffey akzeptiert Entscheidung über Entzug ihres Doktortitels

SPD-Politikerin Franziska Giffey akzeptiert die Entscheidung der Freien Universität Berlin, ihr den Doktortitel zu entziehen. "Nach wie vor stehe ich zu meiner Aussage, dass ich die im Jahr 2009 eingereichte Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst habe", teilte die ehemalige Bundesfamilienministerin am 10. Juni 2021 mit. Fehler, die ihr dabei unterlaufen sind, seien weder beabsichtigt noch geplant gewesen.

Das Präsidium der Universität habe nach umfassender Beratung einstimmig beschlossen, Giffey den Doktorgrad zu entziehen, teilte die Hochschule nach einer Überprüfung der Dissertation der Berliner SPD-Landesvorsitzenden mit. Der Doktorgrad sei durch "Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung" erworben worden, so die Hochschule zur Begründung. Es seien Texte und Literaturnachweise anderer Autorinnen und Autoren übernommen worden, ohne dass dies hinreichend gekennzeichnet worden sei.

Nach langen Diskussionen um ihre Doktorarbeit und den Plagiatsvorwürfen gab Giffey im Mai 2020 das Amt der Bundesfamilienministerin auf. Sie machte damals bereits öffentlich, dass sie auch bei einem Entzug des Doktortitels an ihrer Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin im September festhalten will. Im vergangenen November - noch während des Prüfverfahrens an der FU - hatte Giffey entschieden, den Doktortitel nicht mehr zu führen.

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