Prozess (Gericht): Im Nord-Stream-Prozess sagt Experte zu Sprengstoffspuren aus

Sprengstoffspuren am Tatort und auf der Segeljacht "Andromeda": Ein Experte soll sie vergleichen. Was verrät der Abrieb über die Explosionen an den Erdgasleitungen in der Ostsee?

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Das Verfahren um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines vor dem Hamburgischen Oberlandesgericht dreht sich am Montag (9.30 Uhr) um den verwendeten Sprengstoff. Dazu soll am fünften Prozesstag ein Experte des Kriminaltechnischen Instituts Wiesbaden als Sachverständiger gehört werden, wie das Gericht mitteilte.

Er soll besonders zur Sprengstoffanalyse der Spuren am Tatort der Pipeline-Explosionen sowie der Sprengstoff-Abriebspuren auf der Segeljacht "Andromeda" Auskunft geben. Mit der Jacht sollen die Saboteure zum Tatort südlich der dänischen Insel Bornholm gefahren sein. Zudem erhofft sich das Gericht neue Informationen durch einen Vergleich der beiden Spuren.

Am 26. September 2022 waren am Grund der Ostsee in etwa 80 Metern Tiefe mehrere Sprengsätze detoniert. Die beiden Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2 wurden massiv beschädigt. Insgesamt gab es vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen, die von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern führen.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten Serhij Kusnjezow – einem früheren Offizier einer Spezialeinheit des ukrainischen Militärs – vor, der Drahtzieher hinter der Sprengung gewesen zu sein. Der 50-Jährige soll die Explosionen gemeinsam mit sechs weiteren Tätern verursacht haben.

Wegen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung durch einen Angriff gegen zivile Objekte lautet die Anklage auf Kriegsverbrechen. Außerdem wird Kusnjezow beschuldigt, eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt, Bauwerke zerstört und öffentliche Betriebe gestört zu haben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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