Wladimir Solowjow: Kreml-Sprachrohr in Panik - Putin-Vertrauter sagt atomaren Untergang voraus

Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow nannte Donald Trump noch vor Kurzem Moskaus beste Hoffnung auf ein Ende der Ukraine-Unterstützung - jetzt warnt er nach dem republikanischen Wahldebakel vor dem atomaren Untergang.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Solowjow hat eine neue Warnung ausgesprochen. (Foto) Suche
Wladimir Solowjow hat eine neue Warnung ausgesprochen. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
  • Donald Trump sollte die Ukraine zur Kapitulation zwingen
  • "Trump hat alles verloren" - Solowjow verschlägt es die Sprache
  • Atomkrieg oder Sieg - Putin-Propagandist sieht keine dritte Option

Die Kreml-Propaganda wirkt fassungslos. Die deutliche Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen 2026, die Donald Trump mit einem wütenden Telefonanruf quittierte, hat Moskaus Staatsmedien in helle Aufregung versetzt. Die Demokraten rissen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat an sich - ein Ergebnis, das Putins mediale Lautsprecher in dieser Deutlichkeit nicht für möglich gehalten hatten. Bei Wladimir Solowjow war das deutlich zu sehen, wie ein Video von Julia Davis beim Netzwerk X zeigt.

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Donald Trump sollte die Ukraine zur Kapitulation zwingen - Putin-Kommentator fassungslos

Noch vor wenigen Tagen hatten russische Staatsexperten die Umfragen verspottet, die ein schlechtes Abschneiden der Republikaner vorhersagten - daran glaubte auch Donald Trump bis zuletzt. Man war sich sicher: Zumindest der Senat würde in republikanischer Hand bleiben. Die Hoffnung in Moskau war groß, dass Donald Trump die Ukraine zur Kapitulation zwingen und die USA sogar aus der Nato führen könnte. Stattdessen erlebten die Kreml-treuen Kommentatoren ihr blaues Wunder – im wahrsten Sinne des Wortes.

"Trump hat alles verloren" - Solowjow verschlägt es die Sprache

Wladimir Solowjow, einer der prominentesten Propagandisten des russischen Staatsfernsehens, machte in seiner Show "Vollkontakt" keinen Hehl aus seiner Bestürzung. "Trumps Nacht war deutlich schlimmer als meine", konstatierte er und bezeichnete das Wahlergebnis als "überwältigende Niederlage". Sein bitteres Fazit: "Trump hat alles verloren. Er hat alles verloren."

Besonders das Ergebnis in Texas verschlug dem Moderator die Sprache. Dort fegte der Demokrat James Talarico Trumps handverlesenen Kandidaten Ken Paxton regelrecht von der Bühne - ein Ausgang, den Solowjow als schlicht undenkbar einstufte. "Die blaue Welle hat ihn überrollt", stellte er fest. Das Resultat sei "unvorstellbar schmerzhaft" für den US-Präsidenten. Solowjow riet Trump, dafür zu beten, dass ihm kein Amtsenthebungsverfahren drohe.

Wladimir Solowjow: Atomkrieg oder Sieg - Putin-Propagandist sieht keine dritte Option

Mit einem nun vom Kongress "gefesselten US-Präsidenten" befürchtet Solowjow das Ende von Trumps Beschwichtigungskurs gegenüber dem Kreml im Ukraine-Konflikt. Der Propagandist malte daraufhin ein düsteres Szenario an die Wand: "Dieser Krieg wird lange dauern", prophezeite er. "Es gibt nur zwei mögliche Ausgänge: Entweder wir gewinnen, oder die ganze Welt wird zu Asche."

Die Drohung mit dem nuklearen Armageddon gehört zum Standardrepertoire der russischen Staatspropaganda - doch der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Solowjow gestand offen ein, dass seine Erwartungen an Trump gescheitert seien. "Meine Hoffnung, dass der Opa sich zusammenreißt, hat zu nichts geführt. Der Opa hat es nicht geschafft", räumte er ein. Auch der umstrittene Diesel-Deal mit Russland stehe nun womöglich vor dem Aus.

Selenskyj als Sündenbock - der "grüne Falter" soll schuld sein

Auf der Suche nach Schuldigen landete Solowjow erwartungsgemäß bei seinem Lieblingsfeind: dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der habe durch gezielte Angriffe auf russische Ölraffinerien die Spritpreise in den USA künstlich nach oben getrieben und damit Trumps Wahldesaster herbeigeführt, behauptete er. "Können Sie sich vorstellen, wie Selenskyj jetzt jubelt?", fragte Solowjow rhetorisch. "Er hat sich an Trump gerächt - und er hat gewonnen."

Der Kreml-Propagandist bezeichnete den ukrainischen Staatschef als "grünen Falter", der nun seinen Triumph feiere. Selenskyj habe "Trump besiegt" und sich für die Demütigung im Oval Office revanchiert. Dass ein Staatschef eines Landes im Krieg nebenbei noch US-Wahlen manipulieren könnte, scheint in Solowjows Weltbild problemlos Platz zu finden.

Iran, Venezuela, Russland - eine Trump-Pleite jagt die nächste

Solowjow sezierte auch die strategischen Fehltritte, die Trump aus seiner Sicht in diese Katastrophe geführt haben. "Sie haben Trump verschlungen", urteilte er. Der Präsident habe einen "kolossalen Fehler" mit dem Iran begangen, ohne die Auswirkungen auf die Benzinpreise zu bedenken. Hätte Trump bei seinen Operationen im Iran und in Venezuela Erfolge erzielt und gleichzeitig durch die Freundschaft mit Russland die Spritpreise gedrückt, wäre der Wahlausgang ein anderer gewesen. "Es ist die Wirtschaft", bilanzierte Solowjow.

Der Moderator spottete über Trumps gescheiterte Versprechen: "Trump versuchte, ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern - aus einem einfachen Grund scheiterte er: Es gab kein Kaninchen." Weder habe Venezuela Öl geliefert, noch seien die Preise an den Zapfsäulen gesunken.

Putin-Propagandist rechnet mit Donald Trump ab

Solowjow zeichnete das Bild eines US-Präsidenten, der an seiner eigenen Selbstüberschätzung gescheitert sei. "Trump hat sich selbst überschätzt. Er ist kein Teamplayer", lautete sein Urteil. Indem der US-Präsident darauf bestanden habe, dass die Wähler so abstimmen sollten, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel, habe er möglicherweise sogar aussichtsreiche republikanische Kandidaten mit in den Abgrund gerissen.

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