Donald Trump News: DeSantis widerspricht Trump bei Deutung der Wahlniederlage

Trump sieht die Ursachen für das Wahldebakel neben den Folgen des Iran-Kriegs vor allem bei den republikanischen Kandidaten. Sein einstiger Rivale DeSantis kommt zu einer anderen Einschätzung.

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Donald Trump bei einer Rede. (Foto) Suche
Donald Trump bei einer Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Nach der verheerenden Niederlage der Republikaner bei den US-Parlamentswahlen hat Floridas scheidender Gouverneur Ron DeSantis von nahezu existenzbedrohenden Folgen für seine Partei gesprochen. Die Niederlage komme einem politischen Meteoriteneinschlag gleich. "Das war eine Zurückweisung der Republikaner in Washington", sagte er bei einem Auftritt in Florida. Die Demokraten seien lediglich die Nutznießer gewesen. Die Republikaner hatten bei den Wahlen am Dienstag ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses verloren.

Damit setzt sich der Republikaner von US-Präsident Donald Trump ab, der für die Wahlniederlage unter anderem die republikanischen Kandidaten verantwortlich gemacht hatte. Seine eigene Beliebtheit habe sich nicht auf diese übertragen lassen. Er räumte aber ein, dass der Iran-Krieg und die dadurch gestiegenen Spritpreise zu den Verlusten beigetragen haben. An seiner Entscheidung für den Krieg halte er dennoch fest.

Der Gouverneur warnte, die Niederlage könne die Partei noch über Jahre hinweg schwächen. Selbst bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2028, bei der auch das Parlament neu gewählt wird, rechne er nicht damit, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat zurückerobern könnten. Auch im Repräsentantenhaus halte er das für unwahrscheinlich. Es könne viele Jahre dauern, bis die Partei wieder sowohl das Weiße Haus als auch beide Kammern im Parlament kontrolliere.

Einstiger Trump-Rivale mit eigenen Ambitionen?

Die Kritik ist auch vor dem Hintergrund der politischen Vergangenheit der beiden Republikaner bemerkenswert. DeSantis war 2024 gegen Trump im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei angetreten, hatte seine Bewerbung nach einer deutlichen Niederlage bei der ersten Vorwahl in Iowa jedoch zurückgezogen und anschließend Trump unterstützt.

Eine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2028 hat DeSantis bislang nicht ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Frage antwortete er im März lediglich: "Wir werden sehen." Seine Amtszeit als Gouverneur von Florida endet im Januar.

DeSantis verwies bei seiner Analyse der Parlamentswahlen zugleich auf den Erfolg der Republikaner in seinem eigenen Bundesstaat. Während die Partei landesweit schwere Verluste erlitten habe, sei es ihr in Florida gelungen, ihre Position zu behaupten. Zur Begründung verwies er auf die politische Bilanz seiner Regierung und das Vertrauen der Wähler.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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