Donald Trump: Trump-Neffe stellt US-Präsident bloß und spottet über Chaos im Weißen Haus
Nach der historischen Wahlschlappe der Republikaner jubelt Donald Trumps eigener Neffe lautstark im Netz - und warnt die Mitarbeiter im Weißen Haus vor dem, was ihnen jetzt bevorsteht. Die Laune seines Onkels dürfte sich in Grenzen halten.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump bloßgestellt von seinem Neffen Fred Trump III.
- Fred Trump will das Gegenteil von Onkel Donald Trump sein
- Donald Trump spottete angeblich über seinen Bruder
Donald Trumps Neffe Fred Trump III. hat nach der verheerenden Niederlage der Republikaner bei den Midterms, die den US-Präsidenten am Telefon toben ließ, mit einer deutlichen Warnung reagiert. Der 63-Jährige, der vor allem durch seine 2024 erschienenen Memoiren bekannt wurde, richtete sein Augenmerk dabei auf die Menschen im direkten Umfeld seines Onkels.
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Donald Trump bloßgestellt von seinem Neffen Fred Trump III.
Fred Trump III. machte keinen Hehl daraus, auf welcher Seite er steht, und versah seinen Beitrag mit dem Hashtag "democracy". Daneben markierte er in seinem Beitrag auch Anthony Scaramucci, der 2017 nach nur elf Tagen im Amt als Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses entlassen wurde und sich seitdem zu einem der schärfsten Trump-Kritiker entwickelt hat.
- "Glaubt mir, Leute, denn ich war schon dort", schrieb der Trump-Neffe auf der Plattform X. "Ich bemitleide die armen Menschen in der Nähe meines Onkels heute Nacht."
- Damit spielte er unmissverständlich auf die Wutausbrüche an, die seiner Einschätzung nach hinter den Mauern des Weißen Hauses zu erwarten sind.
Noch bevor die endgültigen Ergebnisse feststanden, ließ Fred Trump III. keinen Zweifel an seiner Stimmungslage. Als sich abzeichnete, dass die Republikaner an den Wahlurnen untergehen würden, kündigte er auf X an, sich seine "erste Feier-Zigarre" anzuzünden. Dazu setzte er einen unmissverständlichen Schlachtruf: "Rock on, Dems." Für Fred Trump III war der Abend offenkundig mehr als nur ein politisches Ergebnis - er feierte die Niederlage der Partei seines Onkels.
Fred Trump will das Gegenteil von Onkel Donald Trump sein
Im Anschluss an seine spöttischen Kommentare schlug Fred Trump III. nachdenklichere Töne an. Er widmete seinen verstorbenen Eltern einen emotionalen Beitrag und betonte, dass sie ihm beigebracht hätten, "ein empathischer und fürsorglicher junger Mann" zu sein - Eigenschaften, die er als Gegenentwurf zum Charakter seines Onkels im Weißen Haus versteht.
Besonders seinen Vater hob er hervor: Fred Trump Jr., den er als den "ursprünglichen guten Trump" bezeichnete, der "zu früh von uns gegangen" sei. Dieser habe stets für die Schwächeren gekämpft und sich für Menschen eingesetzt, "die einen kleinen Anstoß brauchten, um ein besseres und sinnvolleres Leben zu verwirklichen." Daraus leitete er einen Appell an die Nation ab: "Das ist die Art von Land, die wir brauchen."
Donald Trump spottete angeblich über seinen Bruder
Fred Trump Jr. war der erstgeborene Sohn des New Yorker Immobilienmoguls Fred Trump Sr. - und damit eigentlich der "natürliche Erbe des Familienimperiums". Doch er entschied sich gegen das Geschäft mit Grundstücken und Gebäuden und wurde stattdessen Pilot bei einer Fluggesellschaft. Eine Entscheidung, die sowohl sein Vater als auch sein jüngerer Bruder Donald offenbar missbilligten.
Laut seiner Tochter Mary L. Trump machten sich Fred Sr. und Donald regelmäßig über diese Berufswahl lustig und setzten ihn herab. Durch den Rückzug des Ältesten aus dem Familienunternehmen stand dem jüngeren Bruder Donald der Weg an die Spitze offen. Fred Jr. kämpfte mit einer Alkoholabhängigkeit, die ihn bereits Anfang der 1970er-Jahre zwang, das Fliegen aufzugeben. 1981 starb er im Alter von nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt.
Donald Trump kritisiert von seiner eigenen Familie
Fred Trump III. steht mit seiner Kritik am Präsidenten keineswegs allein in der Familie. Seine Schwester Mary L. Trump hat sich ebenfalls als entschiedene Gegnerin ihres Onkels positioniert. Auf ihrer Substack-Kolumne und in zahlreichen Podcast-Auftritten thematisiert sie regelmäßig seinen aus ihrer Sicht fortschreitenden (geistigen) Verfall und fordert die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes, um ihn aus dem Amt zu entfernen. Erst vergangene Woche erhob sie schwere Vorwürfe: Ihr Onkel klammere sich verzweifelt an die Macht, wobei es ihm nicht nur um Politik gehe, sondern auch um finanzielle Interessen.
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