Donald Trump: Trump-Kumpel fällt dem US-Präsidenten im Live-TV in den Rücken

Nach dem Wahldebakel der Republikaner bei den Zwischenwahlen wendet sich ausgerechnet Trumps treuester Verbündeter im US-Fernsehen live gegen den Präsidenten - und fällt ihm spektakulär in den Rücken.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Sean Hannity (Foto) fiel Donald Trump im Live-TV in den Rücken. (Foto) Suche
Sean Hannity (Foto) fiel Donald Trump im Live-TV in den Rücken. Bild: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP/dpa | Evan Agostini
  • Republikaner mit krachender Niederlage bei den Zwischenwahlen
  • Donald Trump abserviert im Live-TV von Fox-News Moderator
  • Trump-Vertrauter rechnet mit US-Präsident vor aller Augen ab

Die US-Zwischenwahlen haben den Demokraten erhebliche Zugewinne beschert - für die Republikaner und Donald Trump, der bereits zuvor über eine mögliche Flucht gescherzt hatte, entwickelte sich der Wahlabend zum Debakel. Während sich die demokratischen Siege im Laufe des Abends auftürmten und Donald Trump am Telefon tobte, meldete sich ein Kritiker zu Wort, mit dem wohl die wenigsten gerechnet hatten.

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Donald Trump abserviert im Live-TV von Fox-News Moderator

Ausgerechnet Fox-News-Moderator Sean Hannity, seit Jahren einer der engsten medialen Verbündeten von Donald Trump, ging live in seiner Sendung auf Distanz zum US-Präsidenten. Statt die Niederlage schönzureden, lieferte er eine schonungslose Analyse - und zeigte dabei direkt auf Donald Trump selbst.

Als Co-Moderator Bret Baier ihn fragte, ob die Zwischenwahlen anders ausgefallen wären, hätte Trump niemals einen Krieg im Iran begonnen, ließ Hannity keinen Raum für Zweifel. "Hundert Prozent", antwortete er, wie Videos beim Netzwerk X zeigen.

Der unpopuläre Militäreinsatz, der ohne absehbares Ende weiter tobt, sei für die Republikaner der letzte Sargnagel gewesen - so die unverblümte Einschätzung des Mannes, der Trump über Jahre hinweg medial den Rücken freigehalten hatte. Eine bemerkenswerte Kehrtwende zur besten Sendezeit.

Trump-Vertrauter rechnet mit US-Präsident vor aller Augen ab

In derselben Sendung wurde Hannity noch konkreter. Die gestiegenen Spritkosten und die allgemeine Stimmung der Bevölkerung gegenüber dem Militäreinsatz wögen schwerer als jedes strategische Argument, so der Fox-News-Moderator. Trump hatte den Krieg wiederholt damit gerechtfertigt, dass das iranische Nuklearprogramm zerstört werde - ein vermeintlicher Langzeitgewinn für die nationale Sicherheit.

Doch beim amerikanischen Wähler verfing diese Argumentation offenkundig nicht. Hannity stellte klar, dass die unmittelbar spürbaren Belastungen an der Zapfsäule und die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung jeden noch so rationalen Verweis auf langfristige Vorteile übertrumpften. Allerdings vermutete er auch, dass die intensive Opposition gegen Trump die Demokraten zu den Wahllokalen getrieben haben könnte, und argumentierte, dass das Ausmaß des Hasses, das dem Präsidenten entgegengebracht wird, etwas ist, das er "noch nie zuvor" gesehen hat.

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