Donald Trump Jr.: Peinlich-Patzer auf der Bühne - doch er merkt es nicht einmal
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio forderte Donald Trump Jr. die Menge auf, sich gegen die Demokraten zu wehren - denn die wollten Ohio zu einem US-Bundesstaat machen. Ein unfassbarer Patzer, der ihm aber gar nicht auffiel.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump Jr. mit Peinlich-Patzer auf der Bühne
- Donald Trump Jr. wütet gegen Demokraten
- Donald Trump Jr. unter Druck wegen Hochzeitsfeier mit Geld aus Putins Umfeld
Donald Trump Jr. hat sich bei einem Wahlkampfauftritt vor den US-Zwischenwahlen einen peinlichen Patzer geleistet - beinahe schon wie sein Vater während seiner jüngsten Rede. Bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Ohio wetterte der älteste Sohn des Präsidenten gegen die Demokraten und zählte deren angebliche Pläne auf: "Sie wollen den Supreme Court vollpacken. Sie wollen Ohio zu einem Staat machen."
Dumm nur: Ohio gehört bereits seit 1803 zu den Vereinigten Staaten - und hat die Union seitdem nicht verlassen. Die Reaktion des Publikums sprach Bände, wie Videos beim sozialen Netzwerk X zeigen. Hatte die Menge zuvor nahezu jeden Satz mit Jubel und Zurufen quittiert, herrschte nach dieser Aussage plötzlich Stille. Trump Jr. bemerkte seinen Fehler offenbar nicht. Stattdessen wechselte er ohne Erklärung zu Washington D.C. - jenem Ort, den er offensichtlich gemeint hatte.
Donald Trump Jr. wütet gegen Demokraten
Bevor ihm der Ohio-Patzer unterlief, hatte sich der Präsidentensohn bereits minutenlang an den Demokraten abgearbeitet.Er warf ihnen vor, Kinder in ihrer Geschlechtsidentität beeinflussen zu wollen und unterstellte der politischen Linken einen Schwenk in Richtung Kommunismus und Sozialismus. Zudem stellte er die rhetorische Frage, ob die Demokraten "die Demokratie retten wollen, indem sie die Demokratie zerstören".
Donald Trump Jr. attackiert Somalier statt über Wirtschaft zu sprechen
Anstatt auf die wirtschaftlichen Sorgen der Menschen in Ohio einzugehen, nahm Trump Jr. die somalische Einwanderergemeinschaft ins Visier. Er beschuldigte sie des sogenannten "Ballot Harvesting" - der organisierten Sammlung von ausgefüllten Briefwahlunterlagen durch Dritte - und unterstellte ihr, die demokratische Gouverneurskandidatin Amy Acton zu unterstützen.
Mit einem Verweis auf Minnesota fragte er: "Wie hat das dort funktioniert? Was ist dabei am Ende herausgekommen?" Anschließend prophezeite er, bald würden überall in Ohio "Quality Learning Centers" entstehen - "bezahlt von euch und anderen amerikanischen Steuerzahlern, während sie das Land betrügen". Belege für seine Betrugsvorwürfe lieferte der Präsidentensohn nicht.
Donald Trump Jr. unter Druck wegen Hochzeitsfeier mit Geld aus Putins Umfeld
Der Auftritt in Ohio ist nicht die einzige Kontroverse, mit der Trump Jr. derzeit konfrontiert ist. Wie das "Daily Beast" berichtet, steht er auch wegen seiner aufwendigen Hochzeitsfeier mit Bettina Anderson in der Kritik. Die Festlichkeiten seien demnach teilweise von Umar Kremlev mitfinanziert worden - einem russischen Geschäftsmann mit engen Verbindungen zu Wladimir Putin.
Kremlev erklärte zwar nachträglich, Trump Jr. habe das Geld zurückgezahlt. Doch die Angelegenheit soll auch im Weißen Haus für Ärger gesorgt haben: Berichten zufolge sei Donald Trump angeblich ausgesprochen wütend über die russische Finanzspritze für die Feierlichkeiten seines ältesten Sohnes gewesen.
Donald Trump Jr. ohne Regierungsamt, aber mit Milliarden-Geschäften
Trotz solcher Kontroversen wird Trump Jr. in konservativen Kreisen als möglicher politischer Erbe seines Vaters gehandelt. Dabei hat er weder in der ersten noch in der zweiten Trump-Regierung jemals ein offizielles Regierungsamt bekleidet. Stattdessen ist der Präsidentensohn geschäftsführender Vizepräsident der Trump Organization. Außerdem gründete er 2024 gemeinsam mit anderen das Kryptowährungsunternehmen World Liberty Financial.
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