Berlin: Bundesstiftung widmet sich der "DNA des Ostens"

Persönliche Fotos, Erinnerungsstücke und Lieblingssongs: Eine neue Ausstellung lässt 16 Menschen auf ihre Jugend im Osten zurückblicken. Was es damit auf sich hat.

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Aktuelle News aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Xavier Allard

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beleuchtet in ihrer neuen Jahresausstellung Leben und Gefühle junger Ostdeutscher in den Jahren nach der Wiedervereinigung. Unter dem Titel "DNA des Ostens? Jugend im Umbruch" stellt die Schau 16 Menschen vor, die zwischen 1974 und 1995 im Osten geboren wurden und aufwuchsen. Darunter sind die Sängerin Stefanie Hertel, die Autorin Carolin Würfel, der Fotograf Georg Wendt und der Sprecher des 1. FC Union Berlin, Christian Arbeit.

Die Ausstellung basiert auf ausführlichen Interviews und zeigt auch anhand von persönlichen Fotos, Erinnerungsstücken oder Lieblingssongs, wie die Protagonisten auf ihre Jugend und ihr Erwachsenwerden blicken. Ziel sei zu zeigen, wie man in einer Zeit aufwächst, in der sich alles im Umbruch und im Aufbruch befindet, sagte die zuständige Referentin der Stiftung, Clara Marz, in Berlin.

Dabei gehe es um Erfahrungen von Aufbruch und Freiheit, aber auch von Unsicherheit, Brüchen und neuen Herausforderungen. "In einer Zeit, in der für Jugendliche im Osten Deutschlands ungeahnte Freiheiten entstanden und zugleich vielleicht auch das Gefühl, in dem neuen System auf sich allein gestellt zu sein."

Ausstellung ab März 2027 verfügbar

Die Ausstellung aus Schautafeln und weiterführenden multimedialen Elementen kann von Einrichtungen aller Art bei der Stiftung gegen eine geringe Gebühr bestellt werden. Sie ist ab März 2027 verfügbar. Die wechselnden Jahresausstellungen der Stiftung – in diesem Jahr ging es um die alles beherrschende Einheitspartei SED in der DDR – werden üblicherweise von Bibliotheken, Volkshochschulen, Rathäusern oder Schulen in ganz Deutschland angefordert und gezeigt.

Stiftung blickt schon auf wichtige Jahrestage

Nach Angaben ihrer Direktorin Anna Kaminsky blickt die Stiftung Aufarbeitung schon jetzt auf runde Jahrestage in den Jahren 2029 und 2030. Dann jähren sich die friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Einheit zum 40. Mal. "Vier Jahrzehnten Diktatur und Teilung stehen damit vier Jahrzehnte Freiheit, Demokratie und Einheit gegenüber."

Zudem geben laut Kaminsky 2029 weitere historische Ereignisse Anlass, sich mit Diktatur und Demokratie auseinanderzusetzen: 100 Jahre Weltwirtschaftskrise, 90 Jahre Hitler-Stalin-Pakt und Beginn des Zweiten Weltkriegs, 80 Jahre Gründung der beiden deutschen Staaten.

"Wir sehen in der Bundesstiftung eine große Chance, in diesen Jahrestagen und Jubiläen Motoren der Erinnerungskultur zu schaffen", sagte sie. "Sie vermögen es, Schlaglichter auf historische Ereignisse und deren Ursachen, Geschichte und Folgen zu werfen." Daher beginne die Stiftung schon jetzt, die Jahrestage vorzubereiten und möglichst viele gesellschaftliche Akteure dabei einzubinden und zu vernetzen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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