Donald Trump: Ihm läuft die Zeit davon - US-Präsident erhält alarmierende Nachricht
Kurz vor den US-Zwischenwahlen liegen in zwei republikanischen Hochburgen die demokratischen Kandidaten vorn, während Donald Trumps Zustimmungswerte in den Schlüsselstaaten abgesackt sind. Trump-Kritiker sehen eine Blamage kommen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trumps Zustimmungswerte sind alarmierend
- Donald Trump könnte Texas und Kansas verlieren
- Donald Trumps Eigenheiten werden zum Bumerang
- Trumps Wahlkampf-Offensive verpufft bislang
Kurz vor den US-Zwischenwahlen zeichnen die letzten Umfragen der "New York Times" und des Siena College ein desaströses Bild für Donald Trump. In vielen hart umkämpften Bundesstaaten liegen die demokratischen Senatskandidaten vorn. Donald Trump hatte selbst bis zuletzt zahlreiche Wahlkampftermine wahrgenommen - und mit seinen Auftritten für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Auf der Bühne lüftete er unter anderem ein Melania-Drama - an anderer Stelle ging er einen Störer heftig an.
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Donald Trumps Zustimmungswerte sind alarmierend
Besonders alarmierend für das Weiße Haus: Trumps Zustimmungswerte als US-Präsident erreichen in den Schlüsselstaaten gerade einmal 38 Prozent. Wie die "New York Times" hervorhob, ist das ein bemerkenswert niedriger Wert, wenn man bedenkt, dass Trump fünf dieser Staaten vor nur zwei Jahren mit zweistelligem Vorsprung gewonnen hatte. Weder seine Marathon-Wahlkampfauftritte in Iowa und Kansas noch seine intensiven Bemühungen in Texas konnten die Talfahrt bisher aufhalten. Trump könnte die Zeit davonlaufen.
Ob es am Wahltag selbst ähnlich düster aussieht, muss sich allerdings erst zeigen. Bei den letzten US-Wahlen hatten die Umfragen Donald Trump ein knappes Rennen vorausgesagt - der US-Präsident siegte dennoch mit deutlichem Vorsprung vor Kamala Harris.
Donald Trump könnte Texas und Kansas verlieren
Die wohl spektakulärsten Ergebnisse der Umfrage stammen aus zwei Staaten, die seit Jahrzehnten fest in republikanischer Hand sind. In Texas, wo zuletzt 1988 ein Demokrat einen Senatssitz eroberte, liegt der Demokrat James Talarico mit 50 zu 43 Prozent deutlich vor Ken Paxton, Trumps langjährigem Verbündeten und ehemaligem Generalstaatsanwalt.
Nicht weniger überraschend ist die Lage in Kansas: Dort führt der demokratische Pastor Adam Hamilton mit 49 zu 44 Prozent vor dem amtierenden Senator Roger Marshall. Der letzte demokratische Senatswahlsieg in Kansas datiert aus dem Jahr 1932.
Donald Trumps Eigenheiten werden zum Bumerang
In Michigan baut der Demokrat Abdul El-Sayed mit 53 zu 42 Prozent den deutlichsten Vorsprung aller sieben Schlüsselstaaten auf. Sein republikanischer Kontrahent Mike Rogers kommt nicht aus dem Keller. Auch in Ohio sieht es für die Republikaner düster aus. Der Demokrat Sherrod Brown liegt mit 49 zu 44 Prozent vor dem republikanischen Kandidaten Jon Husted.
Trumps öffentliche Fixierung auf Husteds Körper dürfte dessen Wahlkampf kaum geholfen haben - der US-Präsident hatte sich wiederholt über das Gesäß seines eigenen Parteikollegen ausgelassen.
In Maine wiederum führt der Demokrat Troy Jackson mit 51 zu 45 Prozent vor der republikanischen Senatorin Susan Collins, dem einzigen Staat, in dem die republikanische Kandidatin laut Umfrage bessere persönliche Beliebtheitswerte erzielt - was ihr bei der Wahlabsicht allerdings nicht hilft.
Trumps Wahlkampf-Offensive verpufft bislang
Selbst dort, wo der US-Präsident zuletzt persönlich auftrat, reichte sein Einsatz bislang nicht aus - zumindest in der Umfrage. In Iowa liegt die von Trump unterstützte Ashley Hinson mit 47 zu 48 Prozent hauchdünn hinter dem Demokraten Josh Turek. Auch in Alaska bleibt es eng: Die Demokratin Mary Peltola kommt auf 48 Prozent, während Trumps Wunschkandidat Dan Sullivan bei 46 Prozent liegt. In beiden Staaten könnte es auf jede einzelne Stimme ankommen.
Lebenshaltungskosten und Iran-Krieg: Trump-Wähler wenden sich ab
Die Umfrage offenbart auch, warum die Republikaner derart ins Straucheln geraten sind. Die Befragten in allen sieben Schlüsselstaaten gaben an, den Demokraten eher zuzutrauen, die Lebenshaltungskosten zu senken, mit den laufenden Auslandskonflikten umzugehen und im Interesse der einfachen Bevölkerung zu handeln. Besonders Trumps militärisches Engagement im Iran scheint viele einstige Unterstützer verprellt zu haben.
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