Donald Trump: Kriegsminister vor dem Aus - Trump sucht angeblich einen Schuldigen

Angeblich sucht Donald Trump einen Schuldigen für den festgefahrenen Iran-Krieg und könnte diesen in seinem Kriegsminister gefunden haben. Laut Insidern könnte Pete Hegseth seinen Posten schon bald verlieren.

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Donald Trump soll angeblich Zweifel an Pete Hegseth (hinten) hegen. (Foto) Suche
Donald Trump soll angeblich Zweifel an Pete Hegseth (hinten) hegen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Tom Brenner
  • Donald Trump könnte seinen Kriegsminister als Schuldigen opfern
  • Donald Trump angeblich aufgebracht wegen Fehleinschätzung
  • Donald Trump könnte neue Angriffswelle befehlen
  • US-Kriegsminister erklärt Trump nur das, was er hören will

Hinter den Kulissen des Weißen Hauses bröckelt angeblich das Vertrauen von Donald Trump in seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth. Es ist die nächste Personalie aus dem Trump-Ministerium, die für Schlagzeilen sorgt. Zuletzt wurde unter anderem über eine pikante Trump-Aussage über seinen Stellvertreter J.D. Vance und eine mögliche Entlassung von Trumps Stabschefin Susie Wiles berichtet.

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Donald Trump könnte seinen Kriegsminister als Schuldigen opfern

Wie "The Atlantic" berichtet, hat der US-Präsident in den vergangenen Wochen bei engen Vertrauten gezielt nach deren Einschätzung zu Hegseths Arbeit gefragt. Auch die Leistung von Generalstabschef Dan Caine soll Donald Trump hinterfragt haben.

Zwei externe Berater aus Trumps Umfeld gaben dem Bericht zufolge an, der US-Präsident erwäge, den 46-jährigen Hegseth, ehemaliger Fox-News-Moderator, für den ins Stocken geratenen Iran-Krieg verantwortlich zu machen. Basierend auf Trumps bisherigem Verhalten bei Kabinettsumbildungen deuten die Insider diese Gespräche als möglichen Vorboten einer Entlassung Hegseths. Ob es wirklich dazu kommt, ist aktuell allerdings völlig unklar.

Donald Trump angeblich aufgebracht wegen Fehleinschätzung

Der Konflikt mit dem Iran zieht sich mittlerweile seit fast neun Monaten hin – weit länger als ursprünglich angenommen. Hegseth gehörte zu den lautstärksten Befürwortern der These, dass der Krieg innerhalb von vier bis sechs Wochen beendet sein würde. Gemeinsam mit Generalstabschef Caine zählte er zu Beginn der Auseinandersetzung zu den größten Optimisten hinsichtlich des Kriegsverlaufs. Als öffentliches Gesicht des Konflikts betonte Hegseth wiederholt, der Iran habe vor Kriegsbeginn aktiv an Atomwaffen gearbeitet.

Trump sei in den vergangenen Wochen zunehmend aufgebracht gewesen und sehe den Krieg als Ursache seiner politischen Schwierigkeiten, so die Quellen. Seine Berater hätten ihm versichert, der Konflikt werde lange vor den Zwischenwahlen erfolgreich abgeschlossen sein - eine Zusage, die sich als grundlegend falsch erwiesen hat.

Donald Trump könnte neue Angriffswelle befehlen

Derweil steht möglicherweise eine militärische Eskalation bevor. Laut "The Atlantic" prüft Trump seit Wochen eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen den Iran, um Teheran an den Verhandlungstisch zu zwingen. Berater des US-Präsidenten rechnen angeblich damit, dass ein neuer Angriffszyklus kurz nach den Zwischenwahlen beginnen könnte.

Hegseth und Caine haben dem Präsidenten demnach mehrere detaillierte Szenarien vorgelegt. Die Optionen reichen von mehrtägigen bis hin zu wochenlangen Angriffsoperationen. Aber: Auch ein vollständiger Stopp der Kampfhandlungen steht als Alternative auf dem Tisch.

Bislang hat Trump jedoch noch keine Befehle zur Wiederaufnahme der Angriffe erteilt. Gleichzeitig soll sich für den US-Präsidenten die zentrale Frage stellen, ob er denselben Beratern vertrauen kann, deren bisherige Pläne gescheitert sind - und die ihm nun versichern, dass eine neue Strategie zum Erfolg führen werde.

US-Kriegsminister erklärt Trump nur das, was er hören will

Innerhalb des Weißen Hauses genießt Hegseth keinen guten Ruf. Personen aus Trumps engem Umfeld berichten, der Verteidigungsminister habe dem US-Präsidenten die militärische Lage konsequent in positivem Licht dargestellt, ohne die tatsächliche Situation vor Ort korrekt wiederzugeben. "Hegseth ist gut darin, dem Präsidenten das zu sagen, was er hören will", erklärte einer der externen Berater.

Um sich beim US-Präsidenten beliebt zu machen, habe Hegseth zudem fast zwei Dutzend hochrangige Generäle aus dem Dienst entfernt - teils aus nichtigen Gründen. Zuletzt traf es Generalleutnant Brett Sylvia, dem vorgeworfen wird, Informationen an die Presse weitergegeben zu haben.

Bereits seit September fordern Abgeordnete beider Parteien Hegseths Absetzung. Sowohl der republikanische Abgeordnete Thomas Massie als auch der demokratische Fraktionschef Hakeem Jeffries und der republikanische Senator Thom Tillis haben sich öffentlich für seine Entlassung ausgesprochen.

Donald Trump hat offiziell "volles Vertrauen"

Die offiziellen Stellungnahmen aus Washington zeichnen ein gänzlich anderes Bild. Weißes-Haus-Sprecherin Anna Kelly erklärte gegenüber "The Atlantic", der Präsident und das gesamte Weiße Haus hätten "volles Vertrauen in Verteidigungsminister Hegseth und General Caine", die beide "vollständig hinter der Mission des Präsidenten" stünden. Pentagon-Sprecher Sean Parnell wies die Vorwürfe der Beschönigung entschieden zurück. Hegseth liefere dem Präsidenten und der Führungsebene des Weißen Hauses stets "das vollständige operative Lagebild". Jede gegenteilige Behauptung sei "grundfalsch".

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