Westbalkan: Wadephul reist zu Westbalkan-Treffen nach Montenegro
Europawoche: Nach Besuchen in Den Haag, Bratislava und Straßburg reist der deutsche Außenminister nach Podgorica und Rom. Johann Wadephul will Tempo machen beim EU-Beitrittsprozess.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Außenminister Johann Wadephul nimmt an diesem Donnerstag in Montenegro an einem Außenministertreffen zur geplanten EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan teil. In der Hauptstadt Podgorica treffen sich die Politiker im seit 2014 laufenden "Berlin Prozess". Dabei setzen sich die Teilnehmer unter anderem dafür ein, die regionale Zusammenarbeit mit den sechs Ländern zu fördern. Wadephul, sein montenegrinischer Kollege Ervin Ibrahimovic und EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos wollen anschließend über die Ergebnisse informieren.
Zu den EU-Kandidatenländern auf dem Westbalkan zählen Montenegro, Albanien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien. Das Kosovo ist potenzieller Beitrittskandidat. Alle sechs Länder streben den EU-Beitritt an, befinden sich dabei aber in unterschiedlichen Phasen. Mit Montenegro und Serbien führt die EU seit 2012 beziehungsweise 2014 Beitrittsverhandlungen. Mit Albanien und Nordmazedonien wurde der Verhandlungsprozess 2022 gestartet. Bosnien-Herzegowina hat den Status eines Beitrittskandidaten, ist aber noch nicht in Verhandlungen.
Am weitesten im EU-Aufnahmeprozess ist nach der jüngsten Analyse der EU-Kommission Montenegro. Dem Land wurde zuletzt bescheinigt, die Beitrittsverhandlungen bis Ende 2026 abschließen zu können, wenn es das Reformtempo beibehält.
Am späten Nachmittag will sich Wadephul in Rom mit seinem Kollegen Antonio Tajani treffen. Beide Minister wollen aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der deutsch-italienischen diplomatischen Beziehungen einen Baum pflanzen. Anschließend ist geplant, dass Wadephul und Tajani in der italienischen Hauptstadt an den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit teilnehmen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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