Wolodymyr Selenskyj: 85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kiewer Juden

Vor 85 Jahren besetzten deutsche Truppen die heutige ukrainische Hauptstadt Kiew. Sie ermordeten zehntausende Menschen. Präsident Selenskyj stellt bei einer Gedenkfeier den Bezug zur Gegenwart her.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten über Wolodymyr Selenskyj lesen Sie auf news.de. (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten über Wolodymyr Selenskyj lesen Sie auf news.de. Bild: picture alliance | President Of Ukraine

Am 85. Jahrestag des Beginns des Massakers von Babyn Jar hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew Zehntausender von den deutschen Besatzern ermordeter Juden gedacht. "Diese Tragödie erinnert uns daran, wie schmerzhaft es ist, Angehörige und nahestehende Menschen zu verlieren, und wie sehr der Wert des menschlichen Lebens insgesamt herabgewürdigt werden kann", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung bei einer Gedenkfeier mit Regierungsvertretern und ausländischen Diplomaten. Das sei auch jetzt während des seit 2022 andauernden russischen Krieges gegen die Ukraine spürbar, der sich vor allem gegen "die Gesellschaft, gegen die Menschen, gegen alles Lebendige" richte.

Babyn Jar (Altweiberschlucht), eine Schlucht am damaligen Stadtrand von Kiew, wurde während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu einem der zentralen Tatorte des Holocaust in der Ukraine. Am 29. und 30. September 1941 erschossen deutsche Einsatzgruppen gemeinsam mit Soldaten, Polizisten und SS-Männern dort 33.771 jüdische Bewohner der Stadt. Bis zur Rückeroberung Kiews durch die Rote Armee im November 1943 wurden in der Schlucht rund 100.000 Menschen ermordet, darunter auch Kriegsgefangene, Partisanen, Roma und Menschen mit psychischen Erkrankungen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

Noch mehr Nachrichten über Wolodymyr Selenskyj lesen Sie hier.

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.