Katholische Kirche: Hunderttausende bei Papst-Messe in Paris erwartet
Seit Freitag ist Leo XIV. erstmals zu Besuch in Frankreich. Höhepunkt am zweiten Besuchstag soll ein Gottesdienst nahe der Champs-Élysées sein. Rund 600.000 Menschen haben sich angemeldet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mit einer großen Messe in Paris setzt Papst Leo XIV. an diesem Samstag seinen Besuch in Frankreich fort. Zu dem Gottesdienst auf der Place de la Concorde nahe den Champs-Élysées haben sich nach Angaben der Kirche rund 600.000 Menschen angemeldet. Am Nachmittag reist das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken weiter in den Marien-Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten des Landes.
Zum Auftakt seines viertägigen Besuchs war Leo am Freitag von Staatspräsident Emmanuel Macron empfangen worden. Dabei würdigte er Frankreich als das Land der Menschenrechte, fand aber auch kritische Worte zu einem neuen Gesetz, das Sterbehilfe erlaubt, und zum Recht auf Abtreibung, das in der französischen Verfassung festgeschrieben ist.
Strenge Trennung von Kirche und Staat
Für Papst Leo ist dies die erste Frankreich-Reise seit seiner Wahl im vergangenen Jahr. Letzte Station wird am Montag die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze. Dort will der Pontifex aus den USA eine Europa-Rede halten. Einen Termin für eine Deutschland-Reise des Papstes gibt es noch nicht.
In Frankreich gilt - bis auf einige Regionen im Osten des Landes - seit mehr als einem Jahrhundert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Beispielsweise muss dort keine Kirchensteuer gezahlt werden. In den staatlichen Schulen gibt es keinen Religionsunterricht. Präsident Macron bleibt den Messen des Papstes auch fern.
Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Religion. Der Anteil der Muslime in dem 69-Millionen-Einwohner-Land hat in den vergangenen Jahren zugenommen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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