Katholische Kirche: Papst beginnt Besuch in Frankreich
Seit vergangenem Jahr ist Leo XIV. Oberhaupt der Katholiken. Jetzt kommt der erste Papst aus den USA für vier Tage nach Frankreich, wo sie großen Wert legen auf die Trennung zwischen Kirche und Staat.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Papst Leo XIV. wird an diesem Freitag zu einem viertägigen Besuch in Frankreich erwartet. Zum Auftakt steht für das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in Paris ein Treffen mit Staatspräsident Emmanuel Macron auf dem Programm. Nachmittags will er die UN-Kulturorganisation Unesco besuchen, die ihren Sitz in der französischen Hauptstadt hat. Am Abend ist ein Vespergottesdienst in Frankreichs Nationalstadion mit etwa 80.000 Teilnehmern geplant.
Für Papst Leo ist dies die erste Frankreich-Reise seit seiner Wahl im vergangenen Jahr. Weitere Stationen sind der Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten sowie die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze. Dort will der Pontifex aus den USA eine Europa-Rede halten. Einen Termin für eine Deutschland-Reise des Papstes gibt es noch nicht.
Treffen mit kleinem Kreis von Missbrauchsopfern geplant
Das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Frankreich ist nicht frei von Spannungen. Kritik der katholischen Kirche gab es zuletzt unter anderem daran, dass die Freiheit zur Abtreibung in der französischen Verfassung verankert wurde und an einem Gesetz zur aktiven Sterbehilfe. Die Kirche wiederum steht - wie in zahlreichen anderen Ländern - wegen ihres Umgangs mit Missbrauchsopfern in der Kritik. Am Wochenende will sich der Papst in Lourdes mit einem kleinen Kreis von Opfern treffen.
In Frankreich gilt - bis auf einige Regionen im Osten des Landes - seit mehr als einem Jahrhundert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Beispielsweise muss dort keine Kirchensteuer gezahlt werden. Präsident Macron will den Messen des Papstes auch fernbleiben. Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Religion.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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