Wladimir Putin: Putins Elite-Soldaten offenbar von Lawine ausgelöscht

Eine Lawine riss am Berg Mizhirgi mindestens zwölf Mitglieder von Putins Eliteeinheit Wityaz in den Tod. Es ist die schlimmste Bergsteigerkatastrophe in der Geschichte Russlands und fünf Menschen werden noch immer unter den Schneemassen vermisst.

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Wladimir Putin trauert um seine Elitesoldaten. (Foto) Suche
Wladimir Putin trauert um seine Elitesoldaten. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Mikhail Metzel
  • Lawinen-Drama erschüttert Wladimir Putin
  • Putins Eliteeinheit von Lawine getroffen
  • Mindestens 12 Menschen sterben, 5 gelten als vermisst

Eine verheerende Lawine hat am Berg Mizhirgi im russischen Nordkaukasus offenbar Mitglieder von Wladimir Putins Eliteeinheit Wityaz in den Tod gerissen. Mindestens zwölf Menschen starben, als die gewaltigen Schneemassen während einer Gebirgsübung auf die Soldaten niedergingen. Fünf weitere Personen gelten auch Tage nach dem Unglück noch als vermisst.

Bericht: Lawine reißt Putins Elite-Soldaten in den Tod

Die Spezialeinheit befand sich Berichten zufolge auf einem Eistraining an dem 5.029 Meter hohen Gipfel in der Teilrepublik Kabardino-Balkarien, als sich die Katastrophe am Sonntagnachmittag ereignete. Wie "The Sun" berichtet, stufte das Nachrichtenportal "Baza" den Lawinenabgang nahe der georgischen Grenze als Russlands "tödlichste Bergsteigerkatastrophe" ein – ein Unglück, das die Gefahren militärischer Hochgebirgsausbildung auf tragische Weise verdeutlicht.

Lawine stürzt 900 Meter den Berg hinab

Gegen 17 Uhr am Sonntag löste sich die gewaltige Lawine und donnerte rund 900 Meter den Hang des Mizhirgi hinab. Eine Wand aus Schnee und Gestein raste auf die Kletterer in der Besengi-Schlucht zu und begrub sie unter sich. Erschütternde Videoaufnahmen dokumentieren, wie mächtige Schneewolken in die Luft geschleudert werden, während die Masse mit zerstörerischer Wucht den Berghang hinunterfegt.

Die Schlucht erstreckt sich über rund 14 Kilometer entlang der russisch-georgischen Grenze – ein Gebiet, das für seine extremen Bedingungen bekannt ist. Was genau den Abgang auslöste, ist bislang ungeklärt. Eine Theorie besagt, dass ein sogenannter Hängegletscher in der Region teilweise kollabiert sein könnte.

Erfahrener Ausbilder Albert Izotov unter den Todesopfern

Zu den Getöteten zählt der 70-jährige Albert Izotov, ein in Russland bekannter Bergsteigerausbilder. Der erfahrene Alpinist hatte regelmäßig Soldaten im unwirtlichen Hochgebirge des Landes trainiert. Ein weiteres Mitglied der russischen Nationalgarde soll sich nach dem Lawinenunglück im Koma befinden.

Unmittelbar nach der Katastrophe wurden mehr als 50 Rettungskräfte in das Gebiet entsandt. Hubschrauber vom Typ Mi-8 durchkämmen seither den schneebedeckten Gipfel auf der Suche nach den fünf weiterhin vermissten Personen. Die Hoffnung auf Überlebende schwindet mit jeder verstrichenen Stunde.

Die Bergungsarbeiten gestalten sich jedoch äußerst schwierig: Anhaltende Lawinengefahr und das unwegsame Gelände bremsen die Einsatzkräfte immer wieder aus.

Putins "Privatarmee" von Tragödie betroffen

Die Wityaz-Einheit gehört Berichten zufolge zur russischen Nationalgarde und untersteht damit nicht dem Verteidigungs- oder Innenministerium, sondern direkt dem Kremlchef persönlich. Die Truppe wird deshalb häufig als Putins "Privatarmee" bezeichnet.

Der Mizhirgi zählt zu den höchsten Erhebungen im Nordkaukasus und liegt unweit des Elbrus, mit 5.642 Metern der höchste Berg Europas. Das Gebiet in Kabardino-Balkarien gilt als extrem anspruchsvoll – selbst für erfahrene Alpinisten.

Als mögliche Ursache für die Katastrophe wird der teilweise Abbruch eines Hängegletschers in der Region diskutiert. Eine offizielle Bestätigung dieser Theorie steht allerdings noch aus.

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