Wladimir Putin: Abgang des Kreml-Chefs wird zur Gefahr für Russland
Wladimir Putin regiert Russland seit über 25 Jahren. Einen Nachfolger hat der Kremlchef in all den Jahren bewusst nicht aufgebaut. Doch was seine Macht bislang absicherte, könnte das Land nach Putins Abgang ins Chaos stürzen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Wladimir Putins Abgang wird gefährlich für Russland
- Kremlchef hat bewusst keinen Nachfolger aufgebaut, um Macht zu sichern
- Putin-Abgang droht Russland ins Chaos zu stürzen
- Putinismus könnte auch ohne Putin fortbestehen
Eines Tages ist es so weit und Wladimir Putin wird von der Bildfläche verschwinden. Vielleicht in einer der abgeschirmten Präsidentenresidenzen vor den Toren Moskaus, vielleicht mitten im Kreml. Während Millionen Russen noch nichts ahnen, dürfte dann hinter verschlossenen Türen bereits die wichtigste Frage des Landes gestellt werden: Wer kommt nach Wladimir Putin?
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Wladimir Putins Abgang wird gefährlich für Russland
Der Kremlchef ist inzwischen 73 Jahre alt. Er bestimmt seit mehr als 25 Jahren Russlands Kurs. Zwar könnte Wladimir Putin nach den geltenden Regeln theoretisch noch bis 2036 regieren, doch Krankheit, Tod oder Rücktritt können jede Herrschaft beenden - und dann droht Russland ein Machtvakuum, wie es das Land lange nicht erlebt hat.
Putin hat bewusst keinen Nachfolger aufgebaut, um seine Macht zu sichern
Wie "t-online" aktuell berichtet, hat Wladimir Putin das politische System Russlands ganz auf sich zugeschnitten. Rivalen wurden klein gehalten, Schlüsselpositionen mit Getreuen besetzt, Machtzentren gegeneinander ausgespielt. Einen klaren Nachfolger gibt es nicht und das ist kein Zufall. Ein designierter Erbe hätte schließlich schon zu Putins Lebzeiten begonnen, eigene Anhänger um sich zu scharen.
Was passiert nach Wladimir Putins Abgang?
Auf dem Papier ist die Nachfolge geregelt: Fällt Wladimir Putin aus, übernimmt Ministerpräsident Michail Mischustin vorübergehend das Präsidentenamt. Innerhalb von drei Monaten müsste gewählt werden. Doch Verfassungstext und echte Macht sind in Russland zwei verschiedene Dinge. Mischustin gilt als Technokrat und Verwalter, nicht als politischer Schwergewichtler. Genau das könnte ihm helfen. Denn hinter den Kulissen dürften mehrere Machtblöcke um Einfluss ringen: Sicherheitsdienste, Präsidialverwaltung, Militär und mächtige Wirtschaftsinteressen. Jeder hat Muskeln genug, einen Kandidaten zu verhindern, aber womöglich keiner, um allein zu gewinnen.
Putins Ende bedeutet nicht automatisch Frieden in der Ukraine
Im Raum steht dann außerdem die Frage, wie es in der Ukraine weitergeht, wenn Wladimir Putin verschwindet. Denn sein Abgang bedeutet nicht automatisch Frieden. Der Krieg gegen die Ukraine hat Militär, Rüstungsindustrie und Sicherheitsapparate massiv gestärkt. Wer im Kreml um die Macht kämpft, könnte also sogar auf Härte setzen. Nationalismus und Konfrontation mit dem Westen wären dann keine Altlasten, sondern politische Waffen.
Putinismus könnte auch ohne Putin fortbestehen
Das eigentliche Schreckensszenario, mit dem sich Russland und auch Europa konfrontiert sieht, lautet daher nicht "Putin ist weg", sondern "Putin ist weg – der Putinismus bleibt." Und die entscheidende Frage lautet nicht, welches Gesicht künftig im Kreml sitzt, sondern ob Russland überhaupt ein System hervorbringen kann, das nicht mehr auf einen einzigen Mann zugeschnitten ist.
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fka/news.de/stg
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