Friedrich Merz: "Werden wieder belogen" - Optimismus des Kanzlers schürt Wähler-Wut

Mit der Einkommensteuerreform 2027 wollen Friedrich Merz und seine Regierung vor allem die Deutschen mit kleineren und mittleren Einkommen entlasten. Während sich der Bundeskanzler zuversichtlich ob der geplanten steuerlichen Entlastungen zeigt, schlägt ihm im Netz erneut die blanke Wut der Wähler entgegen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Friedrich Merz zeigte sich optimistisch ob der geplanten steuerlichen Entlastungen. (Foto) Suche
Friedrich Merz zeigte sich optimistisch ob der geplanten steuerlichen Entlastungen. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow
  • Friedrich Merz erzürnt mit Beitrag bei Instagram zur Einkommenssteuerreform
  • Kanzler zeigt sich zuversichtlich ob der geplanten steuerlichen Entlastungen
  • Netzgemeinde wettert gegen Einkommenssteuerreform und fordert Merz' Rücktritt

Das Bundeskabinett hat die Einkommensteuerreform der schwarz-roten Koalition auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil sieht Entlastungen vor, die ab 2028 jährlich zehn Milliarden Euro ausmachen sollen. Auf Instagram zeigte sich Friedrich Merz am Mittwoch (2. September) optimistisch ob der geplanten steuerlichen Entlastungen. Doch im Netz trifft ihn wieder einmal die geballte Wut der Wählerinnen und Wähler.

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Friedrich Merz zeigt sich zuversichtlich ob der geplanten steuerlichen Entlastungen

"Mehr Netto vom Brutto – für kleinere und mittlere Einkommen und für Familien", beginnt der Bundeskanzler seinen aktuellen Instagram-Beitrag. "Mit der Reform der Einkommensteuer stehen diejenigen im Fokus, die das Land zusammenhalten und täglich hart arbeiten", so Friedrich Merz. "Wir erhöhen den Grundfreibetrag, das Kindergeld und den Kinderfreibetrag sowie den Arbeitnehmerpauschbetrag. Die Reform soll zu Anfang des neuen Jahres in Kraft treten und Bürgerinnen und Bürger schrittweise entlasten."

"Was für ein Witz" - Netzgemeinde wettert gegen Einkommenssteuerreform

Doch im Netz zeigen sich etliche Userinnen und User deutlich weniger optimistisch als der Bundeskanzler und sein Kabinett. Ganz im Gegenteil. Die geplanten steuerlichen Entlastungen sorgen für hitzige Diskussionen und ein Großteil der Netzgemeinde betrachtet sie als "Tropfen auf den heißen Stein", da parallel andere Abgaben steigen und man letztlich doch nicht mehr Netto vom Brutto hat:

  • "Jeder weiß, dass es dadurch keine Entlastungen gibt. Nicht einmal die kalte Progression wird aufgehalten"
  • "Kalte Progression, Inflation, höhere Beiträge für Sozialkassen führen dazu, dass man wieder weniger Netto hat. Bürger werden wieder belogen!"
  • "Was für ein Witz... Ich kann nur lachen ... Dann kommt Benzin für 2,54€ und die super tolle Zuckersteuer"
  • "Mehr Netto vom Brutto. Sinnvoll deswegen, weil überall die Preise steigen und wir im Endeffekt genauso wenig wie vorher haben oder weniger."
  • "Dafür steigen andere Abgaben, z.b. CO2-Steuer, die dann nochmal ALLES teurer macht. Denkt Ihr eigentlich, die Bürger könnten nicht rechnen?"
  • "Tropfen auf den heißen Stein"
  • "Als ob, diese Lügen gehen uns auf den Geist"

Merz-Wut explodiert - Rücktritt des Kanzlers gefordert

Wie unter nahezu jedem früheren Instagram-Beitrag des Bundeskanzlers wird auch unter dem aktuellen Post sein Rücktritt gefordert ("Treten Sie doch endlich zurück"). Ein Großteil der Wählerinnen und Wähler ist mit Friedrich Merz' Arbeit unzufrieden und hat das Vertrauen in den Kanzler verloren. Dieses Bild zeigt sich auch in aktuellen Umfragen. Der CDU-Chef befindet sich derzeit in einem ausgeprägten Umfragetief. Seine persönlichen Zustimmungswerte sind sehr niedrig, und auch die Union liegt in vielen bundesweiten Umfragen deutlich hinter der AfD.

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/news.de/dpa

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