Donald Trump: Wutausbruch nach Iran-Beitrag - US-Präsident widerspricht eigenem Minister

Beim Sender ABC wurde darüber berichtet, dass Donald Trump den "wirtschaftlichen Druck" auf den Iran erhöhen wolle. Der US-Präsident widersprach vehement auf Truth Social - und fiel so auch seinem Finanzminister Scott Bessent in den Rücken.

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Donald Trump tobt nach einem Bericht von ABC News über die US-Politik zum Iran. (Foto) Suche
Donald Trump tobt nach einem Bericht von ABC News über die US-Politik zum Iran. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump reagiert wütend auf einen Beitrag von ABC News
  • Korrespondentin Mary Bruce behauptete, die USA wollen den "wirtschaftlichen Druck" auf Teheran erhöhen
  • US-Präsident widerspricht und stellt sich damit auch gegen Aussagen seines Finanzministers Scott Bessent

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich in den letzten Tagen erneut zugespitzt. Regierungsbeamte sollen überhaupt nicht mehr zufrieden mit dem Kurs von Donald Trump sein, der auf weitere militärische Konfrontation setzt. Währenddessen sorgte ein aktueller Beitrag von ABC News über den Iran-Krieg für einen weiteren Wutausbruch des US-Präsidenten.

Donald Trump tobt wegen Beitrag zum Iran-Krieg und attackiert ABC News

Korrespondentin Mary Bruce hatte berichtet, die Regierung wolle den "wirtschaftlichen Druck auf den Iran erhöhen". Dabei bezog sie sich auf Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent beim G20-Treffen in Asheville. Dieser hatte angekündigt,den Iran "wirtschaftlich ersticken und an den Verhandlungstisch zwingen" zu wollen.

Trump schoss kurz darauf auf Truth Social zurück – und widersprach dabei offen seinem eigenen Minister: "Ich versuche nicht, den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen, wie ABC Fake News berichtet hat." Ein wertloses Abkommen interessiere ihn nicht. Stattdessen gefalle ihm die aktuelle Lage deutlich besser: "mit nahezu vollständiger Kontrolle über die Straße von Hormus und ihrer völlig kollabierenden Wirtschaft."

US-Präsident drohte Teheran auf Truth Social mit weiteren Angriffen

Bereits am Montag hatte Trump den Iran auf Truth Social zur "offiziell gescheiterten Nation" erklärt und in Großbuchstaben verkündet: "Sie ist tot!" Am Dienstag legte er mit einer unmissverständlichen Drohung nach: Sollte Teheran auf die jüngsten US-Angriffe reagieren, werde man "auf einem viel härteren und höheren Niveau" zurückschlagen. Doch selbst das sei noch nicht der größte Angriff – der warte noch, "und wenn er vorbei ist, wird sehr wenig von der Islamischen Republik Iran übrig sein."

Irans Präsident Massud Peseschkian signalisierte derweil Bereitschaft, Washington entgegenzukommen – vorausgesetzt, die USA kehren zu den Bedingungen des im Juni ausgehandelten Waffenstillstands zurück.

Militärische Aktionen in der Straße von Hormus

Zuletzt drohte der Konflikt weiter zu eskalieren. Am Sonntag griff das US-Militär laut "Daily Beast" die Larak-Insel in der Straße von Hormus an – laut US Central Command eine "präzise Aktion" gegen die Iranischen Revolutionsgarden, die dort Seeminen in der strategisch wichtigen Schifffahrtsroute platzieren wollten. Der Iran feuerte daraufhin ballistische Raketen auf zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Darüber hinaus behauptete die iranische Seite, einen Luftwaffenstützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Drohnen attackiert zu haben – was das dortige Verteidigungsministerium allerdings dementierte.

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