Wladimir Putin: Putin kassiert Drohnen-Schlag - Ukraine trifft wichtige Angriffs-Basis

Putins Drohnen-Offensive gerät unter Druck: In der Region Orjol hat die Ukraine offenbar einen wichtigen russischen Drohnen-Stützpunkt angegriffen. Besonders brisant: Auf dem Gelände sollen mehr als 100 Angriffsdrohnen offen gelagert worden sein.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Nächster schwerer Schlag gegen Putin? Die Ukraine hat einen russischen Drohnenhafen mit über 100 offen gelagerten Angriffsdrohnen getroffen. (Foto) Suche
Nächster schwerer Schlag gegen Putin? Die Ukraine hat einen russischen Drohnenhafen mit über 100 offen gelagerten Angriffsdrohnen getroffen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Pyotr Kovalev
  • Putin kassiert offenbar nächsten Drohnen-Rückschlag
  • Ukraine attackiert russischen Drohnen-Stützpunkt in der Region Orjol
  • Zwei Abschussrampen und ein Drohnenlager sollen getroffen worden sein
  • Mehr als 100 Angriffsdrohnen sollen offen auf dem Gelände gelagert worden sein

In der Nacht zum 30. August haben ukrainische Streitkräfte einen Angriff auf den russischen Drohnenhafen "Tsymbulova" in der Region Orjol durchgeführt. Dabei sollen nach Angaben des Monitoring-Kanals "WarTranslated" zwei Shahed-Abschussrampen sowie ein Drohnenlager getroffen worden sein.

Putin kassiert nächsten Drohnen-Rückschlag im Ukraine-Krieg

Die Anlage zählt zu mehreren Standorten, die Russland zur Lagerung und zum Start von Angriffsdrohnen nutzt und die in der nächtlichen Operation ins Visier genommen wurden. Das vollständige Schadensausmaß sowie mögliche weitere Folgen des Angriffs werden laut dem Monitoring-Kanal "Supernova" derzeit noch ausgewertet.

Ukraine trifft russischen Drohnenhafen mit über 100 offen gelagerten Angriffsdrohnen

Der Stützpunkt nahe dem Dorf Tsymbulova liegt etwa 175 bis 180 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und wurde zuletzt massiv ausgebaut. Russische Streitkräfte haben dort insgesamt 16 Startvorrichtungen errichtet – zehn davon für Geran-5-Drohnen, sechs weitere für das Modell Geran-4. Das geht aus Satellitenaufnahmen hervor, die der ukrainische Monitoring-Kanal "Strategic Aviation" am 15. August veröffentlichte.

Besonders auffällig: Laut "united24media.com" wurden mehr als 100 Angriffsdrohnen auf dem Gelände offen gelagert, also ohne jeglichen Schutz vor Aufklärung oder Angriffen. Die Anlage dient als zentraler Knotenpunkt für Russlands wachsenden Einsatz strahlgetriebener Angriffsdrohnen und gehört damit zur kritischen Infrastruktur des russischen Drohnenprogramms.

Warum der Standort Tsymbulova für Russland so wichtig ist

Die gesamte neue Startinfrastruktur am Standort Tsymbulova wurde in rund vier Wochen fertiggestellt – ein Tempo, das die Priorität des Projekts für Moskau unterstreicht. Der Ausbau steht im direkten Zusammenhang mit der rasanten Skalierung des russischen Drohnenprogramms.

Laut "Supernova" produziert die russische Rüstungsindustrie mittlerweile etwa 3.000 Geran-4- und Geran-5-Drohnen pro Monat. Die Erweiterung der Bodeninfrastruktur ist offenbar notwendig, um mit diesem enormen Produktionsvolumen Schritt zu halten. Tsymbulova fungiert dabei als einer der Standorte, die den wachsenden Bestand an strahlgetriebenen Angriffsdrohnen aufnehmen und in den Einsatz bringen sollen.

Wie schwer wiegt der Treffer wirklich?

Ob der Angriff die Einsatzfähigkeit des Drohnenhafens nachhaltig beeinträchtigt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen. Zwei zerstörte Abschussrampen von insgesamt 16 wären ein spürbarer, aber kein vernichtender Schlag. Entscheidend dürfte sein, wie viele der offen gelagerten Drohnen tatsächlich beschädigt oder vernichtet wurden – dazu liegen bislang keine konkreten Zahlen vor.

Wichtig bei der Einordnung: Sämtliche Informationen stammen aus ukrainischen Monitoring-Kanälen wie "Supernova", "Strategic Aviation" und "WarTranslated". Eine unabhängige Bestätigung der Angriffsergebnisse steht aus. Russische Behörden haben sich zu den gemeldeten Treffern bislang nicht geäußert.

Angesichts der monatlichen Produktion von rund 3.000 Angriffsdrohnen bleibt abzuwarten, wie schnell Russland etwaige Verluste am Standort Tsymbulova kompensieren kann.

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