Pentagon: Krisenstimmung auf Führungsebene – Vance-Vertrauter reicht Rücktritt ein

Unruhe im Pentagon: Staatssekretär Daniel Driscoll soll seinen Rücktritt eingereicht haben. Im Hintergrund stehen offenbar Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Personalwechsel.

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Pentagon: Hegseth unter Druck – nächster Spitzenmann reicht offenbar Rücktritt ein (Foto) Suche
Pentagon: Hegseth unter Druck – nächster Spitzenmann reicht offenbar Rücktritt ein Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Daniel Driscoll soll seinen Rücktritt eingereicht haben
  • Medien berichten von Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth
  • Im Pentagon gab es zuletzt bereits mehrere prominente Abgänge

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Im US-Verteidigungsministerium zeichnet sich offenbar der nächste prominente Abgang ab. Daniel Driscoll, Staatssekretär für das US-Heer, soll seinen Rücktritt eingereicht haben. Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend über den Schritt und führen anhaltende Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth als möglichen Hintergrund an. CNN und Fox News berufen sich dabei auf Quellen, die mit den Vorgängen vertraut sein sollen. Eine offizielle Bestätigung des Rücktritts lag zunächst nicht vor.

Driscoll war erst seit rund anderthalb Jahren in seinem Amt. Politisch gilt er als Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. Sein möglicher Abschied kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es im Pentagon bereits mehrere Veränderungen auf Führungsebene gegeben hat.

Verhältnis zu Hegseth offenbar angespannt

Das Verhältnis zwischen Driscoll und Hegseth soll laut "Focus" zuletzt zunehmend belastet gewesen sein. Für Unruhe sorgte insbesondere der Rücktritt von General Randy George, dem damaligen Stabschef des Heeres. Hegseth hatte ihn im Frühjahr zum Ausscheiden aus dem Amt gedrängt. Driscoll hatte eng mit George zusammengearbeitet. Nach Medienberichten verschärfte sich dadurch auch der Konflikt zwischen dem zivilen Heeresstaatssekretär und dem Verteidigungsminister.

Das US-Heer wird traditionell gemeinsam von einem zivilen Staatssekretär und dem militärischen Stabschef geführt. Ein Wechsel an der Spitze hat deshalb eine besondere Bedeutung für die größte Teilstreitkraft der USA.

Pentagon erlebt mehrere Abgänge

Driscolls möglicher Rückzug wäre nicht der erste prominente Personalwechsel im Pentagon unter Hegseth. In den vergangenen Monaten verließen bereits mehrere hochrangige Verantwortliche ihre Posten. Dazu gehörte unter anderem John Phelan, der für die US-Marine zuständige Staatssekretär. Auch zwischen Phelan und Hegseth sowie dessen Stellvertreter Stephen Feinberg soll es nach Medienberichten wiederholt Spannungen gegeben haben. Damit setzt sich eine Phase hoher Personalfluktuation an der Spitze des US-Verteidigungsapparats fort.

Weißes Haus lobt Driscolls Arbeit

Das Weiße Haus äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur positiv über die bisherige Arbeit des Staatssekretärs. Eine Sprecherin betonte, Driscoll habe wesentlich dabei geholfen, die politischen Ziele von Präsident Donald Trump umzusetzen "Dank seiner Zusammenarbeit mit dem Oberbefehlshaber und dem Kriegsminister ist das US-Heer heute stärker denn je", erklärte sie. Eine direkte Bestätigung seines Rücktrittsgesuchs enthielt die Stellungnahme allerdings nicht.

Driscoll war auch in Ukraine Gespräche eingebunden

Der Staatssekretär war zeitweise zudem Teil der US-Delegation bei Gesprächen über eine mögliche Friedenslösung zwischen Russland und der Ukraine. Sein Abgang könnte deshalb auch über das Pentagon hinaus politische Aufmerksamkeit erregen. Ob Driscoll seinen Posten tatsächlich kurzfristig räumt und wer ihm nachfolgen könnte, war zunächst offen. Sicher ist jedoch: An der Spitze des US Verteidigungsministeriums stehen erneut personelle Veränderungen an.

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