Donald Trump: "Donald Ducks" am "Lake America" – Trump blamiert sich mit bewaffneter Gänse-Armee

Donald Trump sorgt mit einem neuen KI-Video für internationales Kopfschütteln. Darin marschieren bewaffnete Kanadagänse mit seiner blonden Frisur am "Lake America" entlang und feuern ihre Gewehre ab.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump teilte ein bizarres Video mit bewaffneten Kanadagänsen. (Foto) Suche
Donald Trump teilte ein bizarres Video mit bewaffneten Kanadagänsen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump teilt ein absurdes KI-Video mit bewaffneten Kanadagänsen und Trump-Frisuren
  • Die als "Donald Ducks" bezeichnete Vogel-Armee patrouilliert am umbenannten "Lake America"
  • Spott, Entsetzen und heftige Kritik über das bizarre Trump-Video

Donald Trump hat am Samstag (29.08.2026) auf seiner Plattform Truth Social ein Video veröffentlicht, das selbst für seine Verhältnisse neue Maßstäbe der Absurdität setzt. In dem KI-generierten Video sieht man bewaffnete Entenvögel mit der charakteristischen Trump-Frisur, die am Ufer des Lake Ontario patrouillieren – jenes Gewässer, das der US-Präsident per Exekutiverlass in "Lake America" umbenannt hat.

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Der bizarre Beitrag gehört zu den skurrilsten Veröffentlichungen seiner bisherigen Amtszeit und sorgte international für eine Mischung aus Fassungslosigkeit und beißendem Spott. Besonders peinlich: Trump übernahm dabei offenbar die von seinen Anhängern geprägte Bezeichnung "Donald Ducks" für die Tiere, obwohl es sich bei den gezeigten Vögeln eindeutig um Gänse und keineswegs um Enten handelt.

Trump-Video blamiert sich mit bewaffneten "Donald Ducks"

Das ursprüngliche Video stammt vom Meme-Künstler @JonCovering, der es unter dem Titel "LAKE AMERICA - PROTECTED BY DONALD DUCKS" veröffentlichte. Der US-Präsident teilte es anschließend auf Truth Social. Darin marschieren Kanadagänse mit blondem, nach hinten gekämmtem Haar und geschulterten Gewehren an einem Seeufer entlang. Unterlegt ist die Szene mit der ikonischen Titelmelodie der Fernsehserie "Hawaii Five-O". Die Kamera zieht dann auf und enthüllt den Schriftzug "Lake America" auf dem Boden unter den Vögeln. Daraufhin beginnen die trumpifizierten Gänse, ihre Waffen abzufeuern, während im Hintergrund Feuerwerk den Himmel erleuchtet. Am Ende steht die gefiederte Armee in Formation und bewacht das Ufer des umbenannten Sees.

Gänse sind keine Enten: Internet verspottet Trumps "Donald Ducks"

Der wohl peinlichste Aspekt des ganzen Vorfalls: Trump machte sich die Bezeichnung "Donald Ducks" bereitwillig zu eigen, obwohl in dem Video eindeutig Kanadagänse zu sehen sind – und eben keine Enten. Auf X ließen die spöttischen Kommentare nicht lange auf sich warten. "Es sind Kanadagänse. Ich kann Trump nicht ausstehen, aber wenn man ihn schon kritisiert, sollte man wenigstens ein sehr verbreitetes Tier erkennen können", merkte ein Nutzer an. Andere waren weniger diplomatisch: "Der Präsident der Supermacht hat Kanadagänse in Donald Ducks umbenannt und dabei ignoriert, dass eine Gans keine Ente ist." Ein weiterer Kommentar brachte es auf den Punkt: "Trump ist so ein Narr. Er kriegt nicht mal seine Enten in eine Reihe. Das sind Kanadagänse. Und er ist ein Dodo." Wieder andere fragten spöttisch, ob Trump als Nächstes plane, Kanadagänse offiziell in "Amerika-Enten" umzubenennen.

Kriegsdrohung per Meme? Kanada reagiert auf Trumps Gänse-Video

Die Reaktionen auf den bizarren Clip gingen weit über bloßen Spott hinaus. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger urteilte, Trump "verliere den Verstand" und sei "besessen von KI wie der enthemmte Boomer, der er ist", während er keinen Krieg gewinnen könne. Der kanadische Politikberater Michael Gerald Gibbs sah in dem Video gar eine bewaffnete Drohung gegen sein Land und forderte eine sofortige Amtsenthebung von Präsident und Vizepräsident.

Bereits am Donnerstag hatte Kanadas Premierminister Mark Carney Trump an den Ursprung des Namens Ontario erinnert. Der Begriff stamme aus der Sprache der Wendat und bedeute "der See ist schön, der See ist groß". Der Name sei über 400 Jahre alt und damit älter als sowohl die kanadische Konföderation als auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, betonte Carney auf X.

"Ein weiterer Tag, eine weitere Blamage": Trumps KI-Video löst Entsetzen aus

Die Bandbreite der Reaktionen reichte von fassungslosem Kopfschütteln bis zu drastischen politischen Forderungen. Die kanadische Aktivistin Marlene Robertson bezeichnete Trump als "gescheiterten Präsidenten ohne eine einzige Errungenschaft". Der kanadische Anwalt und Autor Warren Kinsella kommentierte, so sehe es aus, "wenn ein Präsident anfängt, Acid einzuwerfen". Der amerikanische Behindertenrechts-Aktivist James Tate fasste seine Reaktion in wenige Worte: "Ein weiterer Tag, eine weitere Blamage." Die US-Autorin Jennifer Erin Valent ging noch weiter: "Wenn dieses Land keinen Konsens darüber finden kann, dass unser Präsident verrückt ist, wirft das ernsthafte Fragen über die Urteilsfähigkeit unserer Gesellschaft auf." Der kanadische Radiomoderator Dean Blundell spottete derweil, Trump poste solche Inhalte "von einer vergoldeten Toilette hinter Zäunen und einer Mauer aus Sicherheitsleuten". Die Amerikaner würden das Weiße Haus niederbrennen, sollte er tatsächlich versuchen, in Kanada einzumarschieren.

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