Donald Trump: "Das sind fiese Menschen" - bei dieser Wutrede platzt ihm der Kragen

Trump legt im Streit mit Kanada noch einmal nach: Der US-Präsident beschimpft den Nachbarn als schwierigen Handelspartner und schießt scharf gegen Kanada. Seine Wutrede sorgt für neue Spannungen – und dürfte den ohnehin eskalierenden Handelsstreit weiter anheizen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Trump gegen Kanada: Erst benennt er den See um, dann geht er auf Ottawa los. (Foto) Suche
Trump gegen Kanada: Erst benennt er den See um, dann geht er auf Ottawa los. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump legt im Streit mit Kanada nach
  • Der US-Präsident beschimpft kanadische Regierungsvertreter als "fiese Menschen"
  • Die ohnehin angespannte Beziehung zwischen Washington und Ottawa droht weiter zu eskalieren

Per Executive Order hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag den Lake Ontario in "Lake America" umbenannt – mit sofortiger Wirkung, wie er betonte. Bereits zuvor hatte Trump die Umbenennung in einem TikTok-Video angekündigt, wie "ABC News" berichtet.

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Donald Trump sorgt mit Kanada-Wuttirade für Entsetzen

Mit der Unterzeichnung des Dekrets legte Trump dann aber erst richtig los: Er nutzte den Moment, um zu einer scharfen Breitseite gegen Kanada auszuholen. Was als symbolischer Akt begann, entwickelte sich rasch zu einer der schärfsten verbalen Attacken, die ein US-Präsident jemals gegen den nördlichen Nachbarn gerichtet hat.

"Das sind fiese Menschen": Trump teilt gegen Kanadas Beamte aus

Kanadische Regierungsvertreter hätten die USA äußerst schlecht behandelt, wetterte Trump. "Das sind fiese Menschen", sagte er wörtlich. Auf die Frage, welches Land bei Handelsverhandlungen am schwierigsten sei, habe er stets eine klare Antwort: "Kanada."

Damit nicht genug: Trump warf dem Nachbarland ein grundsätzliches Anspruchsdenken vor. "Die fühlen sich berechtigt, und das können wir nicht zulassen", erklärte der Präsident. Die Wortwahl markiert einen bemerkenswerten Tiefpunkt im diplomatischen Umgangston zwischen Washington und Ottawa – zumal sie sich nicht gegen einzelne Politiker, sondern pauschal gegen kanadische Beamte richtete.

Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada spitzt sich zu

Trumps verbale Eskalation fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada. Der Handelsstreit zwischen Washington und Ottawa bestimmt zunehmend das gesamte Verhältnis der beiden Nachbarstaaten. Was einst als engste und unkomplizierteste Partnerschaft auf dem nordamerikanischen Kontinent galt, ist mittlerweile von gegenseitigem Misstrauen und offener Konfrontation geprägt.

Die Umbenennung eines der Großen Seen per Präsidentenerlass fügt dieser ohnehin angespannten Lage eine symbolisch aufgeladene Dimension hinzu – und dürfte in Ottawa kaum zur Deeskalation beitragen.

"Völlig verrückt": Fassungslosigkeit über Trumps Kanada-Tirade

Der politische Kommentator Aaron Rupar fand für Trumps Ausfälle gegen den nördlichen Nachbarn deutliche Worte. Trumps Rhetorik gegenüber Kanada sei "völlig verrückt", schrieb er auf X. Eine Einschätzung, die angesichts der Gesamtlage schwer von der Hand zu weisen ist: Ein US-Präsident benennt per Dekret einen See um, beschimpft die Beamten eines verbündeten Nachbarlandes als "fiese Menschen" und erklärt es zum schwierigsten Handelspartner überhaupt.

Wohin diese Eskalationsspirale zwischen Washington und Ottawa noch führt, bleibt abzuwarten. Langweilig dürfte es jedenfalls nicht werden.

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