Sahra Wagenknecht: BSW-Landeschefin Wolf: Spreche selten mit Wagenknecht
Thüringens BSW-Landeschefin erzählt von ihrem Verhältnis zu Parteigründerin Wagenknecht. In den Urlaub würde man nicht gemeinsam fahren, sagt sie, und spricht von "unterschiedlichen Politikansätzen".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Thüringens BSW-Chefin Katja Wolf spricht eigenen Angaben nach nicht regelmäßig direkt mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht. Das letzte Gespräch zwischen den beiden Frauen habe es vor dem Parteitag im letzten Jahr – Ende April 2025 – gegeben, sagte Wolf in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. "Wir würden nicht zusammen in den Urlaub fahren oder jeden Abend miteinander telefonieren", beschrieb Wolf ihr Verhältnis mit Wagenknecht.
Zwar seien sie nicht im direkten Gespräch miteinander, dennoch gebe es regelmäßigen Austausch zwischen Wagenknecht und den Parteikolleginnen und -kollegen in Thüringen - etwa, wenn Wagenknecht in Video-Konferenzen von Treffen oder Entscheidungen auf Bundesebene berichtet. "Diese Formate gibt es natürlich auch und man tauscht sich aus", betonte Wolf. Direkt miteinander sprächen sie und Wagenknecht jedoch nur "selten", ergänzte sie auf Nachfrage.
Wolf unglücklich über Umgang auf Bundesebene
"Wir haben unterschiedliche Politikansätze, das ist deutlich geworden in den letzten Wochen und Monaten", sagte Wolf über sich und Wagenknecht. Wolf ist in Thüringen auch Finanzministerin einer Koalition aus CDU, BSW und SPD. Diese sogenannte "Brombeer"-Koalition ist Wagenknecht und der Bundesspitze des BSW schon länger ein Dorn im Auge.
Jüngst sei sie etwa per E-Mail über einen Beschluss des Bundesvorstandes informiert worden, sagte Wolf. Daraus sei unter anderem hervorgegangen, dass vorgesehen ist, dass dem thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt das Misstrauen ausgesprochen werden soll. Dass darüber nicht direkt mit ihr gesprochen wurde, habe sie enttäuscht, sagte Wolf. "Das hat dann schon ordentlich gesessen, weil ich finde, so geht man nicht miteinander um."
Das Verhalten auf Bundesebene diene ihrem Eindruck nach dazu, im Zuge des Wahlkampfes in Sachsen-Anhalt Aufmerksamkeit zu erlangen, sagte die Politikerin. Dort wird am 6. September eine neue Landesregierung gewählt. Das BSW kämpft wenige Tage vor der Wahl darum, mindestens fünf Prozent der Stimmen zu erlangen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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