Wolodymyr Selenskyj News: Ukraine: Selenskyj-Vertraute in Untersuchungshaft

Der Westen stützt die Ukraine mit Milliarden bei der Abwehr der russischen Invasion. Nach Geldwäschevorwürfen muss eine ranghohe einstige Angestellte aus Selenskyjs Büro jetzt in Untersuchungshaft.

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Aktuelle Nachrichten über Wolodymyr Selenskyj lesen Sie auf news.de. Bild: picture alliance/dpa/AP | Vadim Ghirda

Nach Geldwäschevorwürfen ist die einstige Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros, Iryna Mudra, vom Obersten Antikorruptionsgerichtshof für 60 Tage in Untersuchungshaft geschickt worden. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde als Alternative eine Kautionszahlung von umgerechnet rund 390.000 Euro festgelegt. Ursprünglich hatten die Ermittler Medienberichten zufolge eine Summe von umgerechnet 2,9 Millionen Euro gefordert. Videos zeigten, wie Mudra in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt wurde.

Die Verdächtige sagte übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass sie nicht über diese Summe verfüge. "Ich wende mich an Bekannte, Freunde und versuche die Mittel aufzutreiben", zitierte das Internetportal "Ukrajinska Prawda" die Frau. Im Falle einer Kautionszahlung dürfe Mudra Kiew und das Kiewer Umland nicht verlassen, müsse zu den Gerichtsterminen erscheinen und dürfe nicht mit Zeugen oder Geschädigten sprechen, hieß es.

Selenskyj ließ Mudra sofort fallen

Am Mittwoch vergangener Woche waren die Vorwürfe gegen Mudra und einen Ex-Parlamentsabgeordneten bekanntgeworden. Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ die Vizechefin seines Büros umgehend. Mudra soll den Strafverfolgern zufolge bei der Legalisierung der Kautionssummen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro unter anderem für Ex-Energieminister Herman Haluschtschenko in einem früheren Korruptionsfall geholfen haben.

Die Ukraine wird in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion seit 2022 mit Milliardensummen aus dem Westen unterstützt. Regelmäßig gibt es neue Vorwürfe zu Unterschlagungen und Schmiergeldern im Regierungsapparat. Vielfach verlaufen Verfahren jedoch im Sande und führen nicht zu realen Gefängnisstrafen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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