Pete Hegseth: US-Kriegsminister sorgt mit Beleidigung für Eklat vor laufender Kamera

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit nutzt Pentagon-Chef Pete Hegseth eine transfeindliche Beleidigung vor laufenden Kameras - und politische Beobachter sehen darin kein Versehen, sondern den Startschuss für eine mögliche Präsidentschaftskampagne 2028.

Erstellt von - Uhr

Pete Hegseth hat mit einer Rede wieder einmal für Entsetzen bei politischen Beobachtern gesorgt. (Foto) Suche
Pete Hegseth hat mit einer Rede wieder einmal für Entsetzen bei politischen Beobachtern gesorgt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matias Delacroix
  • Pete Hegseth entsetzt bei Rede mit transfeindlichem Kommentar
  • Kriegsminister könnte Präsidentschaftskandidatur vorbereiten
  • Wut im Netz nach Hegseth-Rede: "Dieses Land ist fertig"

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dessen Frau zuletzt mit ihren Auftritten im Pentagon für Verwirrung sorgte, hat bei einem Auftritt vor Mitarbeitern der Oshkosh Corporation im US-Bundesstaat Wisconsin für einen Eklat gesorgt. Während einer Rede zur militärischen Einsatzbereitschaft (hier bei X zu sehen) verwendete der US-Kriegsminister eine abwertende Bezeichnung für Transgender-Personen. Die Äußerung ("Trannies") löste umgehend heftige Reaktionen bei politischen Kommentatoren und Analysten aus.

Weitere Artikel aus dem Trump-Universum finden Sie unter diesem Text.

Pete Hegseth entsetzt bei Rede mit transfeindlichem Kommentar

Der Auftritt bei Oshkosh Corporation war Teil von Hegseths landesweiter Tournee unter dem Titel "Arsenal of Freedom". Die Veranstaltungsreihe soll laut offizieller Darstellung die Bemühungen zur Stärkung der amerikanischen Industriebasis für militärische Zwecke in den Vordergrund rücken. In seiner Ansprache kündigte Hegseth die vollständige Abkehr von Programmen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion an.

Hegseth erklärte vor dem Publikum:

  • "Das ist ein neues Ministerium mit einem neuen Fokus auf unsere Kernmission, in dem wir das Kriegerethos wiederherstellen."

Genau in diesem Zusammenhang fiel auch die diskriminierende Bemerkung über Transgender-Personen, die er als bewusstes Wortspiel mit dem Begriff "Training" formulierte.

Pete Hegseth könnte Präsidentschaftskandidatur vorbereiten

Es war nicht das erste Mal, dass Hegseth diesen abwertenden Begriff öffentlich verwendete. Bereits bei einer kürzlichen Rede im Bundesstaat Iowa griff der Trump-Minister auf dieselbe Formulierung zurück. Die Wiederholung nährt Spekulationen, dass hinter der provokanten Wortwahl politisches Kalkül steckt. Mehrere Beobachter werteten die Auftritte in Iowa und Wisconsin laut "Rawstory" als mögliche Hinweise auf eine Präsidentschaftskandidatur Hegseths im Jahr 2028. Die bewusste Wiederholung der Äußerung deutet darauf hin, dass er gezielt eine bestimmte Wählerbasis ansprechen will.

Wut im Netz nach Hegseth-Rede: "Dieses Land ist fertig"

Auf der Plattform X reagierten politische Kommentatoren mit scharfer Verurteilung.

  • Der YouTuber Jack Cocchiarella schrieb: "Der Verteidigungsminister benutzt einfach beiläufig eine Beleidigung; dieses Land ist fertig."
  • Joe Walsh, ehemaliger republikanischer Abgeordneter und heutiger Kommentator der Demokraten, nannte Hegseth einen "verdammten Punk".
  • Andrew Egger, Reporter bei "The Bulwark", bezeichnete den Auftritt als "selbstbeweihräuchernden Unsinn".
  • Der Musiker Jake Rhodes verwies auf die bewusste Inszenierung der Äußerung: "Die kurze Pause davor und danach, bevor er es heraushaut. So erbärmlich."

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.