Wladimir Putin: Brief stellt Kremlchef bloß - Lukaschenko fällt Putin in den Rücken
Er ist Wladimir Putins treuester Verbündeter und fällt dem Kremlchef dennoch in den Rücken. Alexander Lukaschenko gratuliert der Ukraine zum Unabhängigkeitstag, was für Putin-Kritiker ein eindeutiges Zeichen ist.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Putin-Kumpel Lukaschenko gratuliert der Ukraine zur Unabhängigkeit
- Lukaschenko-Gegner fordern Anklage gegen Belarus-Präsidenten
- Wladimir Putin: Was sagt der Kremlchef zu dem Lukaschenko-Brief?
Er gilt als treuester Verbündeter Wladimir Putins und hat sich auch in diesem Jahr wieder zu einem kontroversen Schritt entschieden. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der Ukraine zum 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit am 24. August gratuliert - und dabei Töne angeschlagen, die angesichts seiner Rolle im russischen Angriffskrieg kaum zynischer hätten ausfallen können. Auf der anderen Seite sehen Putin-Kritiker einen bloßgestellten Kremlchef - nicht der einzige Rückschlag für Putin zuletzt.
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Putin-Kumpel Lukaschenko gratuliert der Ukraine zur Unabhängigkeit
Laut der offiziellen Webseite des belarussischen Präsidenten erklärte er, "die historischen Schicksale des belarussischen und des ukrainischen Volkes" seien "eng miteinander verflochten". Beide Nationen verbänden "jahrhundertealte Traditionen, Erinnerungen an gemeinsame Siege und schwierige Prüfungen", so Lukaschenko weiter. Künftige Generationen würden trotz "geopolitischer Umwälzungen" ihre "uralten freundschaftlichen und familiären Bande" bewahren, zeigte er sich überzeugt. Beide Hauptstädte könnten zu einer "gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit auf der Grundlage von Vertrauen, Respekt und Gleichberechtigung" zurückfinden.
"Das gastfreundliche Belarus steht jedem Ukrainer offen, der mit guten Absichten kommt", fügte Lukaschenko in seinem brisanten Brief hinzu und wünschte den ukrainischen Bürgern "Gesundheit und Wohlstand" sowie ihrem Land "Frieden und Glück".
Lukaschenko-Gegner fordern Anklage gegen Belarus-Präsidenten
Die belarussische Opposition zeichnet ein völlig anderes Bild als Lukaschenkos warme Worte vermuten lassen. Sie wirft dem Diktator vor, aktiv an Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine beteiligt zu sein - schließlich diente belarussisches Territorium als Aufmarschgebiet für die Invasion im Februar 2022.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf der Zwangsverschleppung: Mindestens 2.442 ukrainische Kinder sollen nach Belarus gebracht worden sein. Die demokratischen Kräfte des Landes fordern deshalb, Lukaschenko zur Verantwortung zu ziehen. Bereits im Mai rief die belarussische Opposition Kiew dazu auf, den Machthaber wegen Kriegsverbrechen, Völkermord und Staatsterror zu belangen.
Die Konsequenzen könnten über politische Appelle hinausgehen. Ende Juli veröffentlichte das Forum der Demokratischen Kräfte von Belarus ein Schreiben, wonach das ukrainische Präsidentenbüro die Generalstaatsanwaltschaft aufgefordert hat, die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Lukaschenko zu prüfen.
Wladimir Putin: Was sagt der Kremlchef zu dem Lukaschenko-Brief?
Lukaschenkos Gratulation ist kein einmaliger Vorgang. Seit dem Beginn der Putin-Invasion im Februar 2022 sendet der belarussische Machthaber regelmäßig Glückwünsche zum ukrainischen Unabhängigkeitstag. 2024 etwa behauptete er, die Ukraine stets "mit besonderem Respekt und Wärme" betrachtet zu haben. Wie Wladimir Putin auf die Lukaschenko-Worte reagiert, bleibt unklar.
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rut/news.de
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