Donald Trump: US-Präsident brüskiert auf Parteitag - Trump einfach totgeschwiegen

Während Donald Trump seine Anhänger noch bat, so zu tun, als stünde sein Name auf dem Wahlzettel, taten die Republikaner beim Parteitag in Michigan genau das Gegenteil - und schweigen ihren eigenen Präsidenten tot.

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Donald Trump wurde auf einem Republikaner-Parteitag brüskiert. (Foto) Suche
Donald Trump wurde auf einem Republikaner-Parteitag brüskiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump totgeschwiegen auf Parteitag der Republikaner
  • Donald Trump gilt in Michigan offenbar als Risiko
  • Donald Trump brüskiert: Kurz vorher tönte er noch bei einem Auftritt

Wenn eine Partei geschlossen auftreten will, erwartet man eigentlich, dass der eigene Präsident dabei eine zentrale Rolle spielt. Beim Nominierungsparteitag der Republikaner in Michigan lief es allerdings anders: Im Soaring Eagle Casino & Resort in Mt. Pleasant vermieden die Kandidaten größtenteils eine Erwähnung von Donald Trumps Namen. Nicht die einzige Blamage für Donald Trump in den vergangenen Tagen.

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Donald Trump totgeschwiegen auf Republikaner-Parteitag

Obwohl die Veranstaltung darauf abzielte, eine einheitliche Strategie für die Wählerschaft zu präsentieren, blieb der mächtigste Mann der Partei rhetorisch unsichtbar - ein bemerkenswerter Vorgang, wie die "Detroit Free Press" berichtete. Die Redner auf dem Parteitag bedienten sich aber durchaus aus dem bekannten republikanischen Repertoire.

  • Senatskandidat Mike Rogers, der Bewerber für das Amt des Generalstaatsanwalts Doug Lloyd sowie Anthony Forlini, der als Secretary of State (Innenminister) kandidiert, teilten kräftig gegen die Demokraten aus.
  • Schlechte Schulen, marode Straßen, Probleme beim Stromnetz - die Angriffsflächen waren vielfältig und im Ton durchaus an die Rhetorik von Donald Trump angelehnt.

Nur der Name des US-Präsidenten fiel nicht wirklich - er wurde beinahe totgeschwiegen. Die Attacken klangen nach Trump, ohne dass jemand es wagte, ihn beim Namen zu nennen - als hätte die Partei eine stillschweigende Vereinbarung getroffen.

Donald Trump gilt in Michigan offenbar als Risiko

Auf die Frage, weshalb weder er noch die übrigen Kandidaten den US-Präsidenten erwähnt hätten, wich Michigans republikanischer Parteivorsitzender Jim Runestad dem Bericht zufolge geschickt aus. Der Senator aus White Lake verwies stattdessen auf die schwachen Ergebnisse bei Schülertests und den desolaten Zustand der Straßen im Bundesstaat.

  • "Wir können nichts an dem ändern, was auf nationaler Ebene passiert", erklärte Runestad in Richtung Trump.
  • Der US-Präsident mache dort "sein Ding", kam Trumps Name dann doch noch kurz vor.
  • "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir hier im Bundesstaat Michigan tun können."

Eine bemerkenswert pragmatische Distanzierung - die zugleich verrät, dass der Name Trump in Michigan offenbar mehr Risiko als Rückenwind bedeutet.

Donald Trump brüskiert: Kurz vorher tönte er noch bei einem Auftritt

Besonders pikant wird die Schweigsamkeit der Michigan-Republikaner im Vergleich zu Donald Trumps eigenem Auftreten nur einen Tag zuvor. Bei einer Kundgebung für Darline Graham, die im Senat den Sitz ihres verstorbenen Bruders Lindsey Graham übernehmen will, wandte sich der US-Präsident mit einer ungewöhnlichen Bitte an seine Anhänger:

  • "Bitte, tut so, als stünde ich auf dem Wahlzettel."

Trump bezog sich dabei auf Analysen, wonach die Republikaner bei Wahlen ohne seinen Namen auf dem Stimmzettel regelmäßig schwächere Ergebnisse einfahren. In Michigan scheint die Partei genau das Gegenteil zu glauben.

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