Donald Trump: Es geht um Leben und Tod - Trump-Liebling widerspricht US-Präsident im TV
Dieser Auftritt dürfte in Erinnerung bleiben. Erst nach drei hartnäckigen Nachfragen von CBS-Moderatorin Margaret Brennan rang sich Donald Trumps Lieblingsmediziner Dr. Oz dazu durch, seinem Chef öffentlich zu widersprechen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump öffentlich korrigiert von Lieblingsmediziner
- Nach Trump-Fauxpas stottert Oz plötzlich nur noch
- Auch wegen Donald Trump: Impf-Situation bleibt ein Risiko
Ob dieser Auftritt Konsequenzen hat? Bei einem Auftritt in der CBS-Sendung "Face the Nation" geriet Dr. Mehmet Oz gehörig ins Schwimmen. Die Moderatorin Margaret Brennan konfrontierte Donald Trumps Chef der CMS ("Centers for Medicare & Medicaid Services") dreimal mit derselben Frage und erst beim dritten Anlauf bequemte sich Oz zu dem Eingeständnis, dass den US-Präsidenten gar nicht gut aussehen lässt. Doch Oz ist längst nicht der einzige Trump-Vertraute, der zuletzt einen Rückschlag hinnehmen musste. Ähnlich erging es auch JD Vance.
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Donald Trump öffentlich korrigiert von Dr. Oz
Brennan spielte zunächst einen Clip ein, in dem Donald Trump den kombinierten Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff als letal bezeichnete. Oz' erste Reaktion: ein einstudiertes Mantra über Patientenautonomie und die Empfehlungen behandelnder Ärzte. Auf die konkrete Nachfrage zum MMR-Vakzin versuchte er vergeblich, das Thema auf Impfungen im Allgemeinen auszuweiten.
Brennan hakte ein zweites Mal nach und zitierte Trumps Wortwahl direkt. Oz wechselte die Strategie und behauptete, der Präsident habe "viele Male" dazu aufgerufen, sich gemäß ärztlicher Empfehlung impfen zu lassen. Angesichts Donald Trumps gut dokumentierter Impfskepsis eine bemerkenswert kreative Geschichtsauslegung.
Beim dritten Versuch legte die Moderatorin die Fakten auf den Tisch: Der MMR-Impfstoff wird ausschließlich als Kombinationspräparat angeboten, eine Aufteilung in Einzeldosen ist laut Hersteller Merck frühestens in zehn Jahren möglich. Trump hatte genau dieses Kombinationspräparat als tödlich bezeichnet. Oz blieb nichts anderes übrig, als einzuräumen und seinem Chef bei dieser Frage von Leben und Tod öffentlich zu widersprechen: "Der MMR-Impfstoff ist kein tödlicher Impfstoff."
Nach Trump-Fauxpas stottert Dr. Oz plötzlich
Kaum hatte Oz das Eingeständnis gemacht, versuchte er einen Befreiungsschlag: In anderen Ländern etwa Japan werde der Masernimpfstoff separat verabreicht. Brennan konterte umgehend mit dem Hinweis, dass Japan nach der Aufspaltung der Impfungen erhebliche Probleme bekommen habe. Oz geriet daraufhin sichtlich ins Stottern und brachte nur noch Satzfragmente hervor.
Auch wegen Donald Trump: Impf-Situation bleibt ein Risiko
Abseits des Interview-Scharmützels bleibt die Lage ernst. Laut aktuellen CDC-Daten ("Centers for Disease Control and Prevention" - die US-Bundesbehörde für Seuchenschutz und Krankheitsprävention) waren im vergangenen Schuljahr nur 92 Prozent der US-Kindergartenkinder gegen Masern geimpft.
Das liegt deutlich unter der Schwelle von 95 Prozent, die Experten für eine wirksame Herdenimmunität als notwendig erachten. Solange diese Lücke besteht, bleibt das Risiko lokaler Masernausbrüche hoch unabhängig davon, wie viele Anläufe es braucht, um die Fakten ins Fernsehen zu bringen.
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rut/news.de
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