Dmitri Medwedew: "Es gibt keine Vergebung" - Ex-Kremlchef droht eigenen Landsleuten

Dmitri Medwedew hat auf einem Parteitag der Kremlpartei Geeintes Russland seinen eigenen Landsleuten gedroht und diese als "Kakerlaken" und "Verräter" beschimpft. Zeitgleich zeigte sich der Ex-Kremlchef mit Blick auf den Ukraine-Krieg weiterhin siegessicher.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Dmitri Medwedew glaubt weiterhin an einen Sieg Russlands. (Foto) Suche
Dmitri Medwedew glaubt weiterhin an einen Sieg Russlands. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik | Ekaterina Shtukina
  • Dmitri Medwedew droht eigenen Landsleuten auf Parteitag
  • Ex-Kremlchef beschimpft flüchtige Russen als "Kakerlaken" und "Verräter"
  • Medwedew prophezeit Russlands Sieg im Ukraine-Krieg

Obwohl bereits vier Jahre vergangen sind, seitdem Wladimir Putin seinen Truppen den Einmarsch in die Ukraine befohlen hat, ist der Kremlchef seinem ursprünglichen Ziel, das Nachbarland zu besetzen und ein pro-russisches Regime zu installieren, bislang nicht wirklich näher gekommen. Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew glaubt dennoch weiterhin an einen Sieg Russlands.

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Dmitri Medwedew prophezeit Russlands Sieg im Ukraine-Krieg

Auf einem Parteitag der Kremlpartei Geeintes Russland zeigte sich der Putin-Vertraute überzeugt, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine, der laut Experten aktuell auf eine neue Phase zusteuert, gewinnen werde."Russland wird sich immer mehr Gebiete zurückholen. Unsere tapfere Armee bestätigt das stets aufs Neue", so Medwedew, der auch Vizechef des nationalen Sicherheitsrates ist. Die Ukraine bezeichnete er als ein verschwindendes "Phantom-Land". Laut Medwedew bewege sich sein Land trotz des beispiellosen Drucks von außen auf den Sieg zu und dem Westen werde es nicht gelingen, Russland zu zerschlagen.

Ex-Kremlchef beschimpft flüchtige Russen als "Kakerlaken" und "Verräter"

Doch nicht nur bezüglich des Ukraine-Krieges fand der ehemalige Kremlchef deutliche Worte. Dmitri Medwedew nutzte seine Rede auch dazu, seinen eigenen Landsleuten zu drohen. Konkret beschimpfte der Ex-Kremlchef all jene Russen, die das Land verlassen haben und ihrer Heimat eine Niederlage im Ukraine-Krieg wünschen, als "Verräter" und "Kakerlaken" und erklärte: "Es gibt keine Vergebung."

Ein Videomitschnitt von Medwedews Droh-Rede ist unter anderem auf dem X-Account des pro-ukrainischen Kriegsbloggers WarTranslated zu finden.

Dmitri Medwedew verhöhnt nach Rede auf Parteitag

Im Netz geriet der Ex-Kremlchef nach seiner Rede unter Beschuss. Vor allem die Tatsache, dass ausgerechnet er davon spricht, dass der Westen angeblich versuche, die russische Identität auszulöschen, sorgte für spöttische Kommentare. "Russland verschlingt andere Länder, zwingt sie, nur noch Russisch zu sprechen, stiehlt sich jeden Teil dieser Kultur, der ihm gefällt, und behauptet, er sei russisch, schreibt ihre Geschichte um und erklärt ihnen, ihre Identität sei erfunden – und hält anderen dann Vorträge darüber, dass sie genau das mit ihnen tun. Heuchler", brachte es ein X-Nutzer auf den Punkt.

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/news.de/dpa

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