Krieg gegen die Ukraine: Wadephul hofft im Ukraine-Krieg auf weitere US-Vermittlung
Weitere militärische Unterstützung und zudem weitere Bemühungen um Friedensverhandlungen - darauf setzt Außenminister Wadephul im Ukraine-Krieg. Den USA kommt aus seiner Sicht eine wichtige Rolle zu.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundesaußenminister Johann Wadephul will in der kommenden Woche mit seinem US-Kollegen Marco Rubio über weitere diplomatische Bemühungen für einen Frieden in der Ukraine sprechen. "Ich setze darauf, dass die USA weiter bereit sind, eine aktive Rolle hier auch zu spielen in den Verhandlungen mit der Ukraine", sagte der CDU-Politiker bei seinem Besuch in Kiew. "Aber ich glaube auch, dass es richtig war, dass wir Europäer im ersten Halbjahr dieses Jahres uns zusammengefunden haben im E3-Rahmen."
Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden in diesem Rahmen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten, betonte Wadephul. "Ich glaube, wir brauchen die Bereitschaft dazu, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Wir müssen auf allen Wegen versuchen, Gespräche zu initiieren. Das scheitert derzeit an Moskau."
Wadephul setzt Zeichen der Solidarität
Wadephul war am Morgen kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine am kommenden Montag zu einem Solidaritätsbesuch in dem von Russland angegriffenen Land eingetroffen. Er ist zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt vor 16 Monaten in dem Land. Während einer Veranstaltung im Beisein von Präsident Wolodymyr Selenskyj, an der Wadephul teilnahm, wurde Luftalarm ausgelöst.
Der deutsche Außenminister betonte, er sei mit europäischen und nicht europäischen Kollegen im Gespräch über die weitere Unterstützung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen. Dafür seien die Eindrücke seiner Reise von großer Bedeutung. Bei den bisherigen Gesprächen habe er dazu Offenheit erlebt. Er werde die Dringlichkeit bei der Fortsetzung der Gespräche in der kommenden Woche nochmals unterstreichen.
Russland greift die Ukraine außer mit Drohnen auch mit ballistischen Raketen an. Gegen diese Attacken sind die ukrainischen Streitkräfte wegen fehlender Abwehrmittel weitgehend hilflos. Raketen schlagen vor allem in der Hauptstadt Kiew und Umgebung ungehindert in Lagerhallen, Rüstungsbetrieben und Treibstoffdepots ein. Während Wadephuls Besuch meldete die ukrainische Luftwaffe russische Angriffe mit ballistischen Raketen auf den Kiewer Vorort Boryspil.
Wadephul: Ukraine hat mit ihren Unterstützern längeren Atem
Wadephul sagte an die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Putin muss wissen, gemeinsam mit ihren Unterstützern hat die Ukraine den längeren Atem auf dem Weg zum eigentlichen Ziel: endlich Frieden." Wie der Krieg ende, sei eine entscheidende Frage für die Zukunft Europas. "Und er muss so enden, dass nicht das Recht des Stärkeren sich durchsetzt, sondern das die Stärke des Rechts sich durchsetzt."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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