Annalena Baerbock: Ex-Außenministerin unter Beschuss - plötzlich mischt auch Trump mit
Annalena Baerbock steht bei den Vereinten Nationen derzeit massiv unter Beschuss. Sowohl die USA als auch Russland werfen der Ex-Außenministerin im UN-Sicherheitsrat vor, ihre Befugnisse zu überschreiten. Auch Donald Trump soll in dem tobenden Machtkampf mitmischen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Annalena Baerbock gerät bei UN-Generalsekretärswahl zwischen die Fronten
- USA und Russland werfen der Ex-Außenministerin Kompetenzüberschreitung vor
- Zoff um Baerbocks Forderung nach transparenten Anhörungen aller Kandidaten
- Donald Trump soll im UN-Machtkampf mitmischen
Annalena Baerbock, die sich jüngst mit schweren Vorwürfen einer NGO konfrontiert sah, steht bei den Vereinten Nationen derzeit massiv unter Beschuss und zwar von zwei Seiten gleichzeitig. Wie die "Bild" aktuell berichtet, werfen sowohl die USA als auch Russland der früheren deutschen Außenministerin im UN-Sicherheitsrat vor, ihre Befugnisse zu überschreiten. Von "Heuchelei" ist die Rede.
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Annalena Baerbock gerät zwischen die Fronten - Russland und USA attackieren Ex-Außenministerin
Der Hintergrund dieses ungewöhnlichen Schulterschlusses zweier Rivalen: Es tobt ein erbitterter Machtkampf um die Nachfolge des UN-Generalsekretärs. Wie "Bild" unter Berufung auf UN-Kreise berichtet, ist Annalena Baerbock ins Kreuzfeuer geraten, weil sie auf mehr Transparenz im Auswahlprozess drängt. Dass Moskau gegen die frühere Außenministerin schießt, überrascht angesichts des Ukraine-Konflikts kaum. Doch die scharfe Kritik aus Washington wirft Fragen auf und deutet auf ein tieferliegendes Kalkül hin.
Transparenz unerwünscht – Annalena Baerbock stört das Hinterzimmer-Spiel
Der konkrete Auslöser für den Ärger: Annalena Baerbock besteht darauf, dass sämtliche Kandidaten sich vor allen 193 UN-Mitgliedstaaten in der Generalversammlung präsentieren müssen, bevor der Sicherheitsrat seine finale Entscheidung trifft. Den ständigen Ratsmitgliedern – allen voran den USA – ist das ein Dorn im Auge. Sie bevorzugen offenbar das bewährte Modell: Verhandlungen hinter verschlossenen Türen.
Annalena Baerbock verärgert Donald Trump
Besonders brisant: Mehrere Bewerber reichten ihre Kandidatur erst in letzter Minute ein. Der kurioseste Fall betrifft eine 75-jährige Ecuadorianerin namens Ivonne A-Baki, die ausgerechnet vom Königreich Tonga nominiert wurde. Die frühere Botschafterin in Washington gilt als Trump-Vertraute. Als diese es nicht rechtzeitig zur regulären Anhörung des Sicherheitsrats schaffte, organisierte die Ex-Außenministerin am Freitag (21. August) kurzerhand eine zusätzliche Befragung und machte in einem Schreiben an den Rat unmissverständlich klar: Ohne Auftritt vor der Generalversammlung solle kein Kandidat in die engere Auswahl kommen.
Steckt hinter dem Chaos ein Plan? Donald Trump bringt Kumpel Infantino in Position
In UN-Kreisen macht außerdem ein Verdacht die Runde, der das ganze Durcheinander in einem anderen Licht erscheinen lässt: Könnte die zunehmende Unübersichtlichkeit im Auswahlverfahren einem völlig anderen Kandidaten den Weg ebnen? Bereits im Juli hatte die "New York Post" enthüllt, dass Donald Trump seinen Vertrauten Fifa-Boss Gianni Infantinoals künftigen UN-Generalsekretär ins Spiel bringen will. Erst vor wenigen Tagen wurden diese Berichte erneut aufgegriffen. Manche Beobachter bei den Vereinten Nationen vermuten daher, dass der Prozess absichtlich verkompliziert wird, um den 56-jährigen Infantino letztlich als Alternative zu positionieren.
Vorwürfe gegen Baerbock als strategisches Machtspiel
Fakt ist: Die öffentlichen Attacken gegen Annalena Baerbock folgen einem erkennbaren Muster. Wer den Auswahlprozess für alle sichtbar machen will, wird von jenen unter Druck gesetzt, die ihre Kandidaten lieber im Verborgenen platzieren möchten. Laut UN-Insidern handelt es sich bei den Vorwürfen gegen die Ex-Außenministerin in erster Linie um ein strategisches Machtspiel. Dass sich Washington und Moskau in ihrer Kritik an Baerbock einig sind, obwohl sie in nahezu allen anderen Fragen zerstritten bleiben, unterstreicht die Brisanz des Vorgangs.
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fka/news.de/stg
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