Ukraine-Krieg aktuell: ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Putins Offensive steht

Russische Drohnen verletzen den Luftraum eines Nato-Staates, eine Marinedrohne wird nahe einer rumänischen Gasplattform abgefangen und im selben Großangriff setzt Wladimir Putin erstmals modernisierte nordkoreanische Raketen ein: Eine aktuelle ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Russlands Offensive in der Ukraine steht.

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Eine ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Putin Offensive steht. (Foto) Suche
Eine ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Putin Offensive steht. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin | Alexei Nikolsky
  • Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine
  • ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Russlands Offensive steht
  • Ukraine-Krieg eskaliert – massive Drohnen-Angriffe auf beiden Seiten

Der Ukraine-Krieg steuert unablässig auf eine neue Kriegsphase zu. So startete Russland am 20. August erneut einen verheerenden kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen gegen die Ukraine. Dabei kamen laut einer aktuellen Analyse des in Washington ansässigen Institute for the Study of War (ISW) auch modernisierte nordkoreanische Ballistikraketen vom Typ KN-30 zum Einsatz.

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ISW-Analyse enthüllt, wie es wirklich um Russlands Offensive steht

Der Großangriff markiert eine weitere Eskalationsstufe im Ukraine-Krieg. Laut ISW baut Russland systematisch die Voraussetzungen aus, um seine Angriffskapazitäten mit nordkoreanischen Raketen zu erweitern. Besonders die aufgerüstete Version der ballistischen KN-30-Rakete spielt dabei eine wachsende Rolle. Dieses Muster wiederholte sich auch beim jüngsten Kreml-Angriff am 20. August. Die Einbindung nordkoreanischer Waffensysteme in russische Angriffspakete deutet auf eine zunehmende militärische Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang hin.

Wladimir Putin dringt in Nato-Luftraum ein – nimmt der Kreml weitere europäische Staaten ins Visier?

Parallel zum jüngsten Angriff am 20. August verletzten russische Drohnen den Luftraum von Moldau und Rumänien – einem Nato-Mitglied. Die Sorge ist deshalb weiterhin groß, dass der Kreml zeitnah auch andere europäische Staaten angreifen könnte. Nicht zuletzt auch, weil in der Nähe einer rumänischen Erdgasplattform kürzlich eine russische Marinedrohne abgefangen wurde. Diese Vorfälle zeigen nach Einschätzung des ISW, dass Wladimir Putin bewusst das Risiko in Kauf nimmt, mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch Drittstaaten zu schädigen.

Ukraine-Krieg eskaliert – massive Drohnen-Angriffe auf beiden Seiten

Das ISW analysierte weiter, dass die russische Militärführung bei ihren Luftangriffen eine gezielte Taktik verfolge: Über mehrere Tage hinweg werden ballistische Raketen und Marschflugkörper gesammelt, bis genügend Munition für einen massiven Schlag zusammenkommt. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, möglichst großen Schaden anzurichten und hohe zivile Verluste zu verursachen.

Ukraine schlägt zurück – Russland kämpft mit eigenen Schwächen

Doch auch die Ukraine geht erbarmungslos gegen seine Invasoren vor und überzieht Russland immer wieder mit massiven Drohnenangriffen. Selbst Moskau steht inzwischen regelmäßig unter Beschuss. So führte Kiew parallel zu den russischen Großangriffen in der Nacht vom 19. auf den 20. August eigene Fernschläge gegen russische Ölinfrastruktur und militärische Ziele durch. Weder der Kreml noch russische Militärblogger gehen laut ISW-Analyse davon aus, dass Russland diese ukrainischen Angriffswellen in absehbarer Zeit vollständig abwehren kann.

Wachsende Schwachstelle im russischen Hinterland bringt Putin in die Bredouille

An der Front verzeichneten russische Truppen indes Geländegewinne im nördlichen Gebiet Sumy sowie in Richtung Pokrowsk. Gleichzeitig offenbart sich eine wachsende Schwachstelle im russischen Hinterland: Die anhaltende Benzinknappheit bekommt die Regierung in Moskau nicht in den Griff. Statt die Ursachen des Problems anzugehen, setzt sie laut ISW lediglich auf kurzfristige Notlösungen und Maßnahmen zur Abmilderung der Engpässe.

Putin treibt Pläne zur Militarisierung der Gesellschaft voran, laut ISW

Auch innenpolitisch treibt der Kreml laut ISW-Analyse seine Kriegslogik voran: Bei den anstehenden Duma-Wahlen im September 2026 sollen gezielt Kampfveteranen aus dem Ukraine-Krieg als Abgeordnete ins russische Parlament einziehen. Dahinter steckt dem ISW zufolge ein gezieltes Kalkül: Putin will eine neue politische Elite formen, die den Krieg bedingungslos unterstützt und ultranationalistische Positionen vertritt. Die Platzierung von Frontkämpfern im Parlament dient dabei als Instrument, um die gesamte russische Gesellschaft stärker auf den Kriegskurs auszurichten.

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