Wladimir Putin: Russen plündern wegen Kremlchef ihre Konten - es geht um Milliarden
Milliarden verschwinden aus Russlands Banken, weil Sparer fürchten, Wladimir Putin könnte ihre Ersparnisse für den Krieg beschlagnahmen. Nun warnen Experten vor drohenden Abhebebeschränkungen - während das Haushaltsdefizit auf 65,5 Milliarden Euro explodiert ist.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putins Ukraine-Krieg setzt Russlands Finanzsystem unter Druck
- Angst vor Putin-Enteignung: Russen horten Bargeld zu Hause
- Putin-Banken unter Druck – Expertin warnt vor Abhebebeschränkungen
- Wladimir Putins Kriegskosten sprengen den Haushaltsplan
In Russland leeren Privatpersonen und Firmen in rasantem Tempo ihre Bankkonten. Die Sorge, Wladimir Putin, der von einem Chefökonom zuletzt öffentlich bloßgestellt wurde, könnte auf die Ersparnisse der Bürger zugreifen, um den Krieg gegen die Ukraine zu bezahlen, treibt einen massiven Kapitalabzug an.
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Wladimir Putins Ukraine-Krieg setzt Russlands Finanzsystem unter Druck
Die Dimensionen sind gewaltig: Laut der russischen Zentralbank wurden allein in der ersten Augusthälfte umgerechnet knapp drei Milliarden Euro abgehoben. Im Vormonat Juli flossen sogar mehr als sechs Milliarden Euro aus dem Bankensystem ab, im Juni belief sich die Summe auf fast vier Milliarden Euro. Das Geld verschwindet offenbar in Bargeldreserven oder wird außerhalb der Banken gebunkert - ein Trend, der Wladimir Putins Finanzsystem zunehmend unter Druck setzt.
Um den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren, setzt Moskau unter anderem auf Staatsanleihen, die hauptsächlich von heimischen Banken erworben werden. Doch genau diese Finanzierungsquelle droht zu versiegen: Angesichts der massiven Abflüsse von Kundengeldern verfügen immer weniger Institute über die nötigen Mittel, um dem Staat weiterhin als Kreditgeber zur Verfügung zu stehen. Die Kriegsfinanzierung und die Bankenkrise verstärken sich damit gegenseitig.
Angst vor Putin-Enteignung: Russen horten Bargeld zu Hause
Hinter dem Massenabzug steckt laut "Washington Post" eine konkrete Befürchtung: Der Kreml unter Wladimir Putin könnte private Bankguthaben konfiszieren, um die Kriegskasse aufzufüllen. Das Vertrauen in das eigene Finanzsystem schwindet rapide - viele Menschen bevorzugen es inzwischen, ihre Rücklagen bar zu Hause aufzubewahren, statt sie auf einem Konto zu belassen, auf das der Staat möglicherweise bald zugreifen könnte.
Die Nervosität im Land nehme spürbar zu. Ein ehemaliger hochrangiger Finanzbeamter beschrieb die Lage gegenüber der Zeitung so: "Drohnen fliegen. Dinge brennen nieder. Nervosität wächst." Die angespannte Sicherheitslage verschärft offenbar die ohnehin wachsende Furcht vor staatlichen Eingriffen in das Privatvermögen der Bevölkerung.
Putin-Banken unter Druck – Expertin warnt vor Abhebebeschränkungen
Der anhaltende Kapitalabzug bringt zahlreiche russische Geldhäuser in ernsthafte Schwierigkeiten. Da die Institute ihre Einlagen vielfach in andere Anlagen gesteckt haben, fehlt ihnen nun die Liquidität, um die Auszahlungswünsche zu bedienen.
- "Sie haben das ganze Geld woanders investiert, und die Leute kommen und heben eine halbe Billion Rubel im Monat ab", erklärte der ehemalige Finanzbeamte.
- Auch Sberbank-Finanzvorstand Taras Skworzow räumte ein, dass es vielen Banken mittlerweile an ausreichendem Kapital mangele.
- Die Wirtschaftsexpertin Alexandra Prokopenko schließt staatliche Gegenmaßnahmen nicht aus: "Ich würde nicht ausschließen, dass die Behörden ein Abhebelimit einführen könnten."
- Sie sieht die Entwicklung als direkte Folge der Angst vor einer Verstaatlichung von Bankguthaben.
- Zwischen 2022 und Ende 2025 hat Russland bereits Vermögenswerte im Gegenwert von rund 72 Milliarden Euro eingezogen.
Wladimir Putins Kriegskosten sprengen den Haushaltsplan
Der finanzielle Druck auf den Kreml wächst derweil dramatisch. Wie die "Washington Post" berichtet, erreichte das russische Haushaltsdefizit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 umgerechnet 65,5 Milliarden Euro - und übertraf damit die ursprünglich veranschlagten 38,5 Milliarden Euro bei Weitem.
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rut/news.de/stg
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