Donald Trump: US-Präsident mit "Demenz-Zettel" im Oval Office erwischt

Als Republikaner vor Jahren einen Spickzettel beim damaligen US-Präsidenten Joe Biden entdeckten, diagnostizierten sie Demenz - jetzt zeigt ein Foto Donald Trump mit exakt denselben Gedächtnisstützen im Oval Office, und plötzlich ist keiner mehr besorgt.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Ein vielsagender Zettel sorgt für Wirbel rund um Donald Trump. (Foto) Suche
Ein vielsagender Zettel sorgt für Wirbel rund um Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump zeigt Spickzettel ganz offen und löst Wirbel aus
  • Donald Trump: Karten sagen im, was er machen und sagen soll
  • Wirbel um Demenz-Urteile bei Biden und Trump
  • Donald Trump: 60 Prozent zweifeln an seiner geistigen Schärfe

Ein Foto aus dem Oval Office sorgt für Aufsehen: Donald Trump, der von seinem Schwiegersohn zuletzt eine bittere Abfuhr serviert bekommen hat, hält darauf deutlich sichtbar einen vorbereiteten Spickzettel in den Händen - genau jene Art von Hilfsmittel, die Republikaner bei seinem Vorgänger Joe Biden als unwiderlegbaren Beleg für Demenz interpretierten.

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Donald Trump zeigt Spickzettel ganz offen und löst Wirbel aus

Die Aufnahme, in US-Medien als "Demenz-Spickzettel" bezeichnet, entstand, als Trump einen sechzehnjährigen Rettungsschwimmer aus Kalifornien und den zehnjährigen Jungen, den dieser gerettet hatte, im Weißen Haus empfing. Der politische Kommentator David Pakman griff das Bild in seiner Podcast-Sendung auf und bezeichnete es als Paradebeispiel für die grenzenlose Doppelmoral der Republikaner in Sachen präsidentieller Zurechnungsfähigkeit.

Donald Trump: Karten sagen US-Präsident, was er machen und sagen soll

Pakman nahm die Aufnahme genau unter die Lupe. Bei den Unterlagen handelte es sich offenbar um vom Stab vorbereitete Karten, auf denen Fotos der beiden Gäste sowie Anweisungen zum Ablauf des Termins vermerkt waren. Der Kommentator stellte die naheliegende Frage: "Kann Donald Trump sich nicht einmal merken, wer zwei Personen sind?"

Die Karten sagten dem US-Präsidenten im Grunde, was er tun und was er sagen solle, so Pakman. Dass Trump bei einem vergleichsweise simplen Termin mit lediglich zwei Gästen auf derart detaillierte Gedächtnisstützen angewiesen schien, wertete der Analyst als bemerkenswert. "Es gibt berechtigte Gründe, Donald Trumps Fitness zu hinterfragen", betonte er.

Wirbel um Demenz-Urteile bei Biden und Trump

Pakman zeichnete nach, wie konservative Medien auf identische Situationen bei Biden reagiert hatten.

  • Bilder von dessen Notizzetteln seien rot eingekreist worden, Fox News habe sie in Dauerschleife gesendet, und rechte Influencer hätten pausenlos gefragt: "Wusste Biden, wo er war? Wusste Biden, mit wem er zusammen war?"
  • Darüber hinaus hätte regelmäßig "irgendein in Ungnade gefallener TV-Arzt aus 5.000 Kilometern Entfernung fortgeschrittene Demenz diagnostiziert", erinnerte der Kommentator.

Bei Trump herrsche nun ohrenbetäubendes Schweigen. Die Republikaner empfänden keinerlei Scham angesichts dieses Widerspruchs, so Pakman. Seine Schlussfolgerung war unmissverständlich:

  • "Wenn es bei Joe Biden Demenz bewies - nach Meinung dieser Leute, dann muss es das auch bei Donald Trump beweisen."

Stattdessen heiße es lediglich, Trump sei eben ein viel beschäftigter Mann.

Donald Trump: 60 Prozent zweifeln an seiner geistigen Schärfe

Die Debatte um den Spickzettel fällt in einen breiteren Kontext wachsender Skepsis: Laut Pakman halten 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler Trump für geistig nicht ausreichend fit für das Präsidentenamt.

  • Zur Einordnung:Eine Washington-Post/ABC-News/Ipsos-Umfrage kam im April 2026 auf 59 Prozent, die Trump nicht für geistig scharf genug hielten. Eine Quinnipiac-Umfrage vom Juni 2026 ergab 51 Prozent, die Trump für mental nicht gesund hielten.

Der Kommentator zog zudem Parallelen zu einer ganzen Reihe weiterer republikanischer Doppelstandards. Ob Benzinpreise, die Nutzung von Telepromptern, öffentliches Einnicken oder Barack Obamas Golfpartien - stets hätten Republikaner bei demokratischen Präsidenten Alarm geschlagen, um bei identischem Verhalten auf der eigenen Seite zu verstummen.

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