Donald Trump: Vier Top-Anwälte sind weg - Trump-Team bricht auseinander

Mit einem hochkarätigen Anwaltteam wollte Donald Trump juristische Urteile gegen ihn anfechten. Doch der Großteil der von der Kanzlei Sullivan & Cromwell angeheuerten Partner hat das Team einem aktuellen Bericht zufolge bereits wieder verlassen. Dabei stehen in den kommenden Wochen wichtige Berufungsverfahren für den US-Präsidenten an.

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Mehrere Top-Anwälte haben Donald Trumps juristisches Team in den vergangenen Wochen verlassen. (Foto) Suche
Mehrere Top-Anwälte haben Donald Trumps juristisches Team in den vergangenen Wochen verlassen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trumps hochkarätiges Anwaltteam schrumpft
  • Kurz vor wichtigen Berufungsverfahren verliert er vier von fünf Partner der Kanzlei Sullivan & Cromwell
  • Robert Giuffra Jr. soll nun Schriftsätze einreichen, um unter anderem die Aufhebung von Trumps strafrechtlicher Verurteilung zu erwirken

Anfang 2025 hatte Donald Trump ein starkes juristisches Team zusammengestellt: Fünf Partner der renommierten Großkanzlei Sullivan & Cromwell, die zuvor allesamt am Obersten Gerichtshof der USA gearbeitet hatten, sollten ihn in mehreren brisanten Berufungsverfahren verteidigen. Davon ist heute nur noch einer übrig.

Donald Trumps Anwaltsteam bricht laut Bericht zusammen

Seit April haben vier der fünf Anwälte das Trump-Team verlassen – teils zu konkurrierenden Kanzleien, teils weil Trump sie selbst in Regierungs- und Justizposten berief, wie "Politico" berichtet.Zurück bleibt nur Co-Kanzleichef Robert Giuffra Jr. als einziger verantwortlicher Partner für Trumps Verteidigung in gleich mehreren aufsehenerregenden Berufungsverfahren – darunter der Versuch, seine strafrechtliche Verurteilung aufzuheben.

Hochkarätige Juristen verlassen den US-Präsidenten vor wichtigen Berufungsverfahren

Jamie McDonald, zuvor Leiter der Durchsetzungsabteilung bei der Commodity Futures Trading Commission, wurde von Trump zum Bundesanwalt für den Bezirk Manhattan ernannt. Ende Juli trat er seinen Posten an. Matthew Schwartz erhielt sogar eine Berufung auf Lebenszeit: Trump nominierte ihn als Berufungsrichter am Second Circuit Court of Appeals, der Senat bestätigte ihn Mitte Juli. Die beiden anderen Partner zog es dagegen zur Konkurrenzkanzlei Gibson Dunn. Jeff Wall, der ehemalige kommissarische Solicitor General, und die erfahrene Supreme-Court-Anwältin Morgan Ratner vollzogen den Wechsel bereits im April.

Donald Trump will gegen seine strafrechtliche Verurteilung vorgehen

Giuffra steht nun allein vor mehreren Herausforderungen. Im Juli unterzeichnete er als einziger Sullivan-&-Cromwell-Partner – neben einem jüngeren Juristen – einen Antrag an den Obersten Gerichtshof, das 83,3-Millionen-Dollar-Schadensersatzurteil aus der Verleumdungsklage der Autorin E. Jean Carroll aufzuheben. Parallel dazu muss bis zum 26. August ein Schriftsatz im Berufungsverfahren zum Zivilprozess wegen Betrugs eingereicht werden, der von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James angestrengt wurde. Im Oktober folgt die Berufungsschrift im Schweigegeld-Strafverfahren.

Dass Giuffra – der neben seiner Rolle als Co-Kanzleichef auch zahlreiche andere Mandanten betreut – alle drei Verfahren im Alleingang bewältigt, gilt als ungewöhnlich. Laut einem Kanzlei-Insider sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen neue Partner zum Team stoßen.

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