Wladimir Putin: Mutmaßlicher Kreml-Mörder ausgeschaltet - er sollte einen Rap-Star töten

Es ist ein brisanter Bericht: Ein russischer Auftragsmörder sollte mitten in Warschau angeblich einen ukrainischen Rapper auf Befehl des Kremls erschießen. Premierminister Tusk spricht von einem systematischen Vorgehen Moskaus.

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Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
  • Laut Bericht: Kreml-Mörder sollte Star-Rapper töten
  • Rap-Star organisiert laut Moskau angeblich Drohnenlieferungen
  • Polen-Premier warnt: Kreml will weltweit "unbequeme Menschen eliminieren"
  • Russische Hybridkriegsführung gegen Polen eskaliert

Polnische Anti-Terror-Kräfte haben einen mutmaßlichen russischen Auftragsmörder in Warschau festgenommen. Der 29-jährige russische Staatsbürger wurde im südlichen Stadtteil Mokotow von schwer bewaffneten Beamten überwältigt. Das berichtet aktuell der britische "Daily Star".

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Laut Bericht: Kreml-Mörder sollte Star-Rapper töten

Nach Angaben der polnischen Sicherheitsbehörden, auf die sich der "Daily Star" beruft, sollte der Verdächtige den ukrainisch-amerikanischen Rapper Slevin Dadyan ermorden. Der 34-Jährige ist unter seinem Künstlernamen Kyivstoner bekannt und verfügt über eine riesige Fangemeinde. Laut den Ermittlern handelte der Festgenommene auf direkte Anweisung russischer Geheimdienste.

Die polnischen Behörden konnten das mutmaßliche Mordkomplott offenbar in letzter Minute vereiteln. Der Fall sorgt für Aufsehen, da er laut "Daily Star" erneut die Bereitschaft Moskaus zeigt, auch auf dem Territorium von Nato-Staaten gegen unliebsame Personen vorzugehen. Das Boulevardblatt nennt den mutmaßlichen Attentäter dann auch dramatisch "Putin-Killer". Eine Verbindung zum Kreml oder gar Wladimir Putin, der zuletzt von einem seiner Berater vor einer neuen Revolution gewarnt wurde, ist hingegen nicht belegt.

Rap-Star organisiert laut Moskau angeblich Drohnenlieferungen

Dadyan wurde durch virale Comedy-Clips im Internet berühmt, bevor er eine Solokarriere als Rapper und Filmschaffender startete. Zuvor war er Mitglied der erfolgreichen Band Hryby. Jahrelang lebte er in der russischen Hauptstadt, verließ das Land jedoch nach Beginn der groß angelegten Invasion im Februar 2022. Sein Weg führte ihn zunächst in die USA und später in die Slowakei.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB stufte den Musiker dem Bericht zufolge zuletzt als "Extremisten" ein. Moskau wirft ihm vor, die Logistik für Drohnenlieferungen in die Region Moskau über eine Route durch die Slowakei, Polen und Belarus organisiert zu haben. Dadyan weist jede Verbindung zu ukrainischen Nachrichtendiensten zurück, bekennt sich jedoch offen zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte.

Polen-Premier warnt: Kreml will weltweit "unbequeme Menschen eliminieren"

Polens Premierminister Donald Tusk würdigte die Arbeit seines Inlandsgeheimdienstes ABW, der das geplante Attentat gerade noch rechtzeitig aufgedeckt habe. Zugleich richtete er eine deutliche Warnung an die internationale Gemeinschaft: "Wir müssen davon ausgehen, dass das Putin-Regime versuchen wird, Menschen, die ihm aus verschiedenen Gründen unbequem sind, an verschiedenen Orten auf der Welt zu eliminieren", erklärte der Regierungschef.

Tusk bestätigte, dass die Ermittlungen in dem Fall weiterhin andauern. Dabei arbeiten die polnischen Behörden eng mit US-amerikanischen Geheimdiensten zusammen. Welche Rolle die amerikanische Seite konkret bei der Aufklärung des mutmaßlichen Mordkomplotts spielte, blieb zunächst offen.

Russische Hybridkriegsführung gegen Polen eskaliert

Die vereitelte Ermordung des Rappers reiht sich in eine besorgniserregende Serie feindlicher Aktivitäten Russlands auf polnischem Staatsgebiet ein. Polnische Geheimdienstvertreter berichten laut "Daily Star" von täglichen Cyberattacken, Sabotageaktionen gegen wichtige Versorgungswege sowie gezielten Anschlägen auf Einzelpersonen. Erst im Juni dieses Jahres wurde der kremlkritische Künstler Semjon Skrepetsky in der ostpolnischen Stadt Biała Podlaska angeschossen.

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