Donald Trump: Inmitten von "The Dons" Iran-Krise - Vance-Vertrauter wirft hin

Während iranische Kamikazedrohnen Öltanker am Persischen Golf attackieren, verliert das Weiße Haus ausgerechnet den Mann, der die gesamte Iran-Strategie entworfen hat. Ein Vertrauter von JD Vance hört inmitten von Trumps schwerster Krise auf.

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Im Iran-Krieg muss Donald Trump künftig auf einen wichtigen Mitarbeiter verzichten. (Foto) Suche
Im Iran-Krieg muss Donald Trump künftig auf einen wichtigen Mitarbeiter verzichten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Nach Karoline Leavitt verlässt der nächste Top-Mitarbeiter Trumps Regierung
  • Vance-Vertrauter hört auf
  • Mitarbeiter-Schwund inmitten des Iran-Kriegs

Personalflucht im Weißen Haus. Nachdem Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt ihren Posten aufgab, verliert das Weiße Haus inmitten der sich verschärfenden Konfrontation mit einem zentralen Akteur seiner Außenpolitik: Andy Baker. Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater, wird die Trump-Regierung in den kommenden Wochen verlassen. Das berichtete "Axios" am Freitag (14.08.2026). Der Abgang trifft vor allem US-Vizepräsident JD Vance.

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Nächster Rückzug aus dem Weißen Haus - Vance-Mitarbeiter wirft hin

Baker gilt als einer der engsten Vertrauten von Vance und hat die außenpolitische Linie der Regierung in den vergangenen anderthalb Jahren maßgeblich mitgestaltet. Seine Karriere begann im Außenministerium, bevor er als sicherheitspolitischer Berater in Vances Senatsbüro wechselte und ihm anschließend ins Weiße Haus folgte. Der Nationale Sicherheitsrat, dem Baker angehörte, wird von Außenminister Marco Rubio geleitet, der in einer ungewöhnlichen Doppelfunktion zugleich als Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Trump fungiert. Die Personaldecke des Gremiums war bereits im vergangenen Jahr deutlich ausgedünnt worden.

Gescheiterte Friedensgespräche – Baker war Architekt des Iran-Abkommens

Baker spielte eine Schlüsselrolle bei den diplomatischen Bemühungen gegenüber Teheran. Er war maßgeblich an der Ausarbeitung des Memorandum of Understanding beteiligt, das im Juni unterzeichnet wurde und als Grundlage für eine Deeskalation dienen sollte.

Doch das iranische Regime kehrte der Vereinbarung den Rücken. Statt den vereinbarten Kurs fortzusetzen, griff Teheran Schiffe in der Straße von Hormus an – jener Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert wird.

Baker hatte die Regierung zudem bei der Aufrechterhaltung der Seeblockade gegen den Iran beraten. Washington verfolgt damit das Ziel, Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen. Die Gespräche über einen Waffenstillstand kommen jedoch seit Wochen nicht voran. Neben seiner Rolle im Iran-Dossier gilt Baker auch als entschiedener Hardliner gegenüber China.

Das steckt hinter dem Abgang aus Trumps Regierung

Baker begründet seinen Rückzug laut "Axios" mit dem Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Er sei länger geblieben als ursprünglich geplant, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. "Es war eine unglaubliche Reise. Ich bin stolz auf alles, was wir erreicht haben, und natürlich dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und Minister Rubio zutiefst dankbar", erklärte Baker.

Vance lobt scheidenden Vertrauten

Vance selbst lobte seinen früheren Mitarbeiter ausdrücklich. "Andy ist ein außergewöhnlich begabter, tiefgründiger Berater, der dem Präsidenten und mir mit Auszeichnung gedient hat. Er war ein unverzichtbares Mitglied unseres nationalen Sicherheitsteams", wird Trumps Vize in einem Statement des Weißen Hauses zitiert, das der "Washington Post" vorliegt.

Angriffe im Iran-Krieg

Die Lage im Persischen Golf spitzt sich weiter zu. Am Donnerstagabend (13.08.2026) attackierte der Iran zwei Öltanker mit Kamikazedrohnen, die vom staatlichen Ölkonzern der Vereinigten Arabischen Emirate betrieben werden, berichtet die "Daily Mail". Beide Schiffe erlitten leichte Schäden, Verletzte gab es nicht. Die Emirate verurteilten den Angriff als Akt der Piraterie und Bedrohung der globalen Energiesicherheit.

Der Schiffsverkehr durch die strategisch bedeutsame Meerenge ist drastisch eingebrochen. Laut Schifffahrtsdaten passierten am Donnerstag lediglich neun Frachtschiffe die Straße von Hormus – bei einem August-Durchschnitt von zwölf. Vor Beginn des Konflikts waren es täglich mehr als hundert Schiffe.

Teheran beansprucht die Kontrolle über die Wasserstraße. Washington hält dagegen und erklärt, die eigene Seeblockade unbegrenzt aufrechterhalten zu können, um das Regime zu Verhandlungen zu bewegen.

Steigende Spritpreise als politische Folge für Trumps Iran-Krieg

Die von Baker mitverantwortete Iran-Politik bleibt für Präsident Trump eine schwere Belastung. Die Benzinpreise und die Inflation in den USA sind angesichts der Turbulenzen rund um die Straße von Hormus weiterhin erhöht. Der drastisch gesunkene Schiffsverkehr durch die wichtigste Ölhandelsroute der Welt treibt die Energiekosten in die Höhe – mit direkten Auswirkungen auf amerikanische Verbraucher.

Die Regierung hält an ihrer Strategie fest, die Seeblockade gegen den Iran auf unbestimmte Zeit fortzuführen. Ziel ist es, Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu drängen. Doch mit Bakers Weggang verliert das Weiße Haus ausgerechnet jenen Berater, der diese Politik federführend konzipiert hat.

Wer Bakers Aufgaben übernehmen wird, ist bislang nicht bekannt. Die ungelöste Krise am Persischen Golf dürfte die Suche nach einem Nachfolger nicht einfacher machen.

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