Donald Trump: "Ernstes medizinisches Problem" - Trump-Verhalten alarmiert Facharzt

Ein angesehener Kardiologe warnt öffentlich vor Trumps wiederholtem Einnicken bei Terminen im Oval Office - und das Weiße Haus kontert nicht mit medizinischen Fakten, sondern mit einer gezielten Beschimpfung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump kann seine Augen bisweilen nur schwer offenhalten. (Foto) Suche
Donald Trump kann seine Augen bisweilen nur schwer offenhalten. Bild: picture alliance / Markus Schreiber/AP/dpa | Markus Schreiber
  • Donald Trump schläft immer wieder ein bei öffentlichen Auftritten
  • Top-Mediziner alarmiert: Trump-Problem wird nicht erwähnt

Der renommierte Kardiologe Dr. Jonathan Reiner schlägt Alarm: Das wiederholte Einnicken von US-Präsident Donald Trump in der Öffentlichkeit sei das "außergewöhnlichste" unter den zahlreichen (mutmaßlichen) gesundheitlichen Problemen des 80-Jährigen. Der Mediziner, der einst Vizepräsident Dick Cheney als Herzspezialist betreute und an der George Washington University als Professor für Medizin und Chirurgie lehrt, äußerte sich dazu bei CNN-Moderator Jake Tapper in der Sendung "The Lead".

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Donald Trump schläft immer wieder ein bei öffentlichen Auftritten

Trump sei zwar seit jeher als Nachtschwärmer bekannt, so Reiner. Doch neu sei, dass der Präsident "in den letzten Monaten große Schwierigkeiten hat, wach zu bleiben, wenn er von Menschen umgeben ist - oft von Menschen, die mit ihm sprechen". Das geschehe auffällig schnell und sei höchst ungewöhnlich.

Auslöser der jüngsten Debatte: Bei einer Ankündigung zur Impfstoffpolitik im Oval Office schien Trump erneut einzuschlafen. Dabei handelt es sich längst nicht um einen Einzelfall. Der Präsident nickt regelmäßig weg - im Oval Office, im Kabinettssaal, bei verschiedensten Besprechungen, und das stets im Beisein anderer Personen, darunter auch Journalisten.

  • "Wir haben nie zuvor erlebt, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten im Oval Office einschläft, während Menschen mit ihm sprechen, oder im Kabinettssaal, oder in anderen Sitzungen", betonte Reiner.

Das Beunruhigende daran: Dieses Verhalten sei mittlerweile zur Normalität geworden. "Aber es ist normalisiert worden. Und das ist ein ernstes medizinisches Problem", warnte der Kardiologe.

Top-Mediziner alarmiert: Trump-Problem wird nicht erwähnt

Reiner kritisierte zudem die mangelnde Offenheit rund um Trumps medizinische Befunde. Bei der letzten umfassenden körperlichen Untersuchung des Präsidenten sei das auffällige Wachbleibe-Problem mit keinem Wort erwähnt worden - obwohl es sich um ein ernstzunehmendes Symptom handele.

Bereits zuletzt hatte der Kardiologe in einem Meinungsbeitrag für die "New York Times" erklärt: "Trotz gegenteiliger Beteuerungen des Weißen Hauses hat der Präsident im vergangenen Jahr zeitweise keinen gesunden Eindruck gemacht".

Das Weiße Haus wählt die Vorwärtsverteidigung

Die Reaktion des Trump-Teams auf Reiners Meinungsbeitrag fiel bemerkenswert aus - allerdings nicht durch medizinische Gegenargumente. Statt sachlich auf die Bedenken des Kardiologen einzugehen, griff das Weiße Haus zu einer persönlichen Beleidigung. Weiter hieß es, Reiner stelle politisch motivierte Ferndiagnosen und sei darüber hinaus "eine Schande für den ärztlichen Berufsstand".

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