Wladimir Putin: Angriffe auf "feindliche" Handelsschiffe - Moskau droht mit Vergeltung
Die EU will Putins Finanzierung des Ukraine-Kriegs vorgehen und hat Sanktionen gegen die Öltanker der russischen Schattenflotte vorgenommen. Der Kremlchef will das nicht länger hinnehmen und droht nun erneut europäischen Handelsschiffen mit Vergeltung.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- EU setzt Schiffe der russischen Schattenflotte fest
- Wladimir Putin droht dem Westen mit"spiegelbildlichen Maßnahmen"
- Dmitri Medwedew behauptet, Russland habe das Recht, "feindliche Handelsschiffe" anzugreifen
- Putins Kriegsfinanzierung schaden – europäische Länder setzen russischen Öltanker fest
Europäische Länder beschneiden Russlands wichtigste Einnahmequelle. Nach dem Festsetzen mehrerer Schiffe der sogenannten Schattenflotte droht Wladimir Putin dem Westen mit "spiegelbildlichen Maßnahmen".
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Schattenflotte festgesetzt - Putin droht Europa mit Angriffen
Die Reaktion Russlands werde sich nicht notwendigerweise auf die Gewässer beschränken, in denen russische Schiffe ins Visier genommen werden, sondern könne überall dort stattfinden, wo Moskau es für "notwendig und zweckmäßig" hält, sagte der russische Präsident. Laut einem Bericht von "NoelReport" bezeichnete Putin mögliche Beschlagnahmungen russischer Schiffe durch die EU und den anschließenden Verkauf ihres Eigentums als "Piraterie." Er trat in Uniform auf einem Kriegsschiff bei einem Manöver der Pazifikflotte vor der Insel Sachalin auf. Moskau reagiere damit auf das Vorgehen der Europäischen Union.
Putin threatened retaliation if European countries begin seizing Russian commercial vessels, saying Moscow would be forced to respond “in kind.” He said Russia’s response would not necessarily be limited to the waters where Russian ships are targeted, but could take place… pic.twitter.com/jYhcB4JZlD
— NOELREPORTS ???????? ???????? (@NOELreports) August 12, 2026
Die Festsetzung seiner Schiffe ärgert Russland schon lange. Moskau spricht von Piraterie und hat auch schon wiederholt damit gedroht, seine Kriegsschiffe zum Schutz seiner Handelsschiffe einzusetzen.
Medwedew warnt Gegner vor Vergeltung
Der russische Ex-Präsident und jetzige Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, wurde noch konkreter. "Russland hat das Recht, jedes Handelsschiff feindlicher Staaten anzugreifen, die sich sowohl in unseren als auch in neutralen Gewässern befinden, wenn es ausreichenden Verdacht gibt, dass es Fracht im Interesse des Gegners transportiert", schrieb Medwedew in seinem Telegram-Kanal. Mit Gegner dürfte er die Ukraine meinen. Das betreffe jede Fracht und jedes Schiff auch außerhalb des Schwarzen Meeres.
Sanktionen im Ukraine-Krieg - EU beschneidet Putins Kriegsfinanzierung
Russland führt seit fast viereinhalb Jahren Krieg gegen den Nachbarn Ukraine und wurde deswegen von der EU und anderen Staaten mit Sanktionen belegt. Mehrere westliche Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und Schweden, setzten bereits für Russland fahrende Öltanker wegen des Verdachts der Sanktionsumgehung kurzzeitig fest. So soll etwa Russlands Ölverkauf unterbunden werden, der wichtig für die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine ist. Auch für andere Bereiche der russischen Schifffahrt gelten Sanktionen.
Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew sprach im Februar von "piratenähnlichen Angriffen" westlicher Staaten auf den Seehandel seines Landes. Moskau erwartet demnach künftig noch mehr Versuche, russische Öltanker und andere Handelsschiffe festzusetzen. "Wir denken, dass wie zu allen Zeiten die Kriegsflotte die beste Garantie für die Sicherheit der Schifffahrt ist", sagte er. Russland müsse weiter sein Öl, sein Getreide, seinen Dünger verschiffen können, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
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bos/news.de/dpa
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