Donald Trump: Trump kassiert 238-Millionen-Klatsche - jetzt braucht er dringend Geld
Trumps Medienimperium steckt tief in den roten Zahlen: Truth Socials Mutterkonzern verbucht einen Verlust von 238 Millionen Dollar. Jetzt zieht Trump die Notbremse – und will ausgerechnet mit dem Zugang zu seinen eigenen Posts neues Geld verdienen.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- 238 Millionen Dollar Verlust für Trump Media
- Krypto-Strategie wird zurückgefahren
- Trump verkauft schnelleren Post-Zugang
Donald Trumps Medienimperium versinkt in roten Zahlen: Die Muttergesellschaft von Truth Social hat im zweiten Quartal 2026 einen Verlust von 238 Millionen Dollar eingefahren – mehr als das Zehnfache des Vorjahresverlustes. Das geht aus den jüngsten Geschäftszahlen von Trump Media & TechnologyGroup hervor, wie die "Associated Press" berichtete.
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Trump Media schreibt 238 Millionen Dollar Verlust
Der Löwenanteil des Desasters geht dabei auf das Konto eingebrochener Kryptowährungen. Die Bitcoin-Bestände und andere digitale Vermögenswerte des Unternehmens haben massiv an Wert verloren. Für den Präsidenten, der sich gerne als genialer Geschäftsmann inszeniert, ist das ein weiterer empfindlicher Dämpfer.
Donald Trump zieht den Stecker: Krypto-Abenteuer gescheitert
Noch vor einem Jahr hatte Trump Media versucht, sich über das reine Social-Media-Geschäft hinaus breiter aufzustellen – unter anderem mit Online-Wetten und Kryptowährungen. Diese Diversifizierungsstrategie ist nun offenbar gescheitert. CEO Kevin McGurn verkündete am Montag in einer Telefonkonferenz, dass das Unternehmen diese Geschäftsfelder weitgehend aufgibt.
"Wir haben die disziplinierte Entscheidung getroffen, umzuschwenken, um mehr Zeit und Ressourcen in unsere wichtigsten Initiativen zu investieren", erklärte McGurn. Angesichts eines dreistelligen Millionenverlustes durch genau jene Krypto-Investments klingt das nach einer reichlich späten Einsicht. Die Hoffnungen des Unternehmens ruhen nun auf einem völlig anderen Geschäftsmodell.
Trump verkauft Zugang zu seinen Posts – für bis zu 100.000 Dollar im Monat
Und dieses neue Modell hat es in sich: Trump Media bietet ab sofort eine Premium-Version von Truth Social an. Wer zwischen 60.000 und 100.000 Dollar monatlich zahlt, bekommt die Beiträge des Präsidenten und anderer prominenter Accounts früher zu sehen als die restliche Öffentlichkeit.
Laut "Associated Press" haben bereits zehn Kunden dieses Angebot gebucht. Was nach einer überschaubaren Zahl klingt, könnte dem Unternehmen geschätzte 7 bis 12 Millionen Dollar Jahresumsatz bescheren – das wäre etwa das Zwei- bis Dreifache dessen, was Trump Media im gesamten vergangenen Jahr eingenommen hat.
Ethik-Wächter zerreißen Trumps Gled-Plan:"In einer anderen Regierung wäre das kriminell"
Die Kritik an diesem Bezahlmodell fällt vernichtend aus. Ethik-Wächter werfen Trump vor, erneut die Grenze zwischen seinem Präsidentenamt und seinen privaten Geschäftsinteressen zu verwischen. Auch an der Wall Street will man mit dem Angebot nichts zu tun haben. Ein Finanzmanager sagte gegenüber "NPR": "Das ist wahnsinnig. Ich kann für mich und 200 meiner Freunde aus der Finanzbranche sprechen – wir gehen da nicht in die Nähe. In einer anderen Regierung würde man das als kriminell betrachten."
CEO McGurn wischte die Bedenken beiseite und verglich den Dienst mit gängigen Echtzeit-Datenschnittstellen in der Technologie- und Medienbranche. "Das ist nichts anderes", behauptete er laut "Associated Press".
Trump-Media-Aktie verliert weiter an Boden
Einen kleinen Lichtblick gab es dennoch in den Quartalszahlen: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 89 Prozent – allerdings auf gerade einmal 1,7 Millionen Dollar. Der Großteil davon stammt aus Werbeeinnahmen auf Truth Social und verwandten Produkten.
An der Börse half das wenig. Die Aktie von Trump Media sackte am Montag um weitere 8 Prozent ab. Seit ihrem Höchststand nach dem Börsengang hat das Papier bereits mehr als 80 Prozent seines Wertes eingebüßt. Weder Trump Media noch das Weiße Haus reagierten zunächst auf Anfragen zu den Geschäftszahlen.
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sba/gom/news.de/stg
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