Abdul El-Sayed: Demokrat kontert nach Trump-Beleidigung - US-Präsident soll sich in die Hose machen

Nachdem Donald Trump den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed übel beleidigt hatte, reagierte der Politiker aus Michigan nun mit einem verbalen Gegenangriff. Dabei spielte er auf Gerüchte über Darmprobleme des US-Präsidenten an.

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Abdul El-Sayed teilte in einem Interview scharf gegen den US-Präsidenten aus. (Foto) Suche
Abdul El-Sayed teilte in einem Interview scharf gegen den US-Präsidenten aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump beleidigte bei Rede in Las Vegas den demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed
  • Politiker aus Michigan reagiert in aktuellem Interview mit verbalem Angriff
  • El-Sayed wirft dem US-Präsidenten vor, sich im Oval Office einzukoten

Donald Trump teilt gern mit scharfen Worten gegen seine politischen Widersacher aus. Doch nicht alle wollen die üblen Beschimpfungen des US-Präsidenten einfach so auf sich sitzen lassen. Der demokratische Senatskandidat Abdul El-Sayed aus Michigan holte nun zum Gegenangriff aus. In einem Interview behauptete er sogar, Trump würde sich mitten im Oval Office in die Hose machen.

Donald Trump beleidigt Abdul El-Sayed – jetzt schlägt der Demokrat zurück

Der verbale Schlagabtausch entzündete sich laut "Daily Star" an einer Rede des US-Präsidenten in Las Vegas. Dabei hatte Trump El-Sayed mit deftigen Worten attackiert: "Wenn ich Abdul sehe, ist er voller S*****". Sky-News-Korrespondent James Matthews sprach den Demokraten auf die Beleidigung an. El-Sayed konterte grinsend: "Wenigstens lasse ich meine nicht mitten im Oval Office raus." Mit der Antwort spielte der 41-Jährige offenbar auch auf seit Langem kursierende Internet-Gerüchte an, wonach Trump angeblich Erwachsenenwindeln trage und mit Darmproblemen zu kämpfen habe.

Nachdem er ihn beleidigte, wird Donald Trump nun selbst zum Opfer einer Verbalattacke des demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed. (Foto) Suche
Nachdem er ihn beleidigte, wird Donald Trump nun selbst zum Opfer einer Verbalattacke des demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Abdul El-Sayed aus Michigan könnte bei US-Zwischenwahlen als erster Muslim in den Senat einziehen

El-Sayed hatte zuvor in einem hart umkämpften Rennen die demokratische Vorwahl in Michigan für sich entschieden – und damit offenbar Trumps Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Denn durch diesen Sieg zählt der Sohn ägyptischer Einwanderer plötzlich zu den meistbeachteten Figuren der bevorstehenden US-Zwischenwahlen. Politisch steht El-Sayed weit links: Er setzt sich für eine staatliche Gesundheitsversorgung für alle ein, fordert härtere Unternehmensregulierung mit höheren Steuern und Maßnahmen gegen Monopole sowie einen entschlossenen Klimaschutz gegen industrielle Verschmutzer. Sollte er bei den Midterms im November den von Trump unterstützten Republikaner Mike Rogers schlagen, würde er als erster muslimischer Senator in die Geschichte eingehen.

Donald Trump wirft dem demokratischen Kandidaten Hass und Antisemitismus vor

Trump ging bei seinem Auftritt in Las Vegas weit über die vulgäre Beschimpfung hinaus: Er bezeichnete den progressiven Arzt und selbsterklärten "demokratischen Sozialisten" als "Mann des Hasses" und warf ihm Antisemitismus vor – basierend auf El-Sayeds Kritik an der israelischen Regierung. Zudem unterstellte Trump dem Demokraten laut "AOL", die USA in ein kommunistisches Land verwandeln zu wollen.

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