Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen möglichem Anschlag

Eine Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle löste einen Großeinsatz aus. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen und prüft den Verdacht eines gezielten Angriffs auf die deutsche Sicherheits- und Transportinfrastruktur.

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Sprengstoff-Drohne: Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen (Foto) Suche
Sprengstoff-Drohne: Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen Bild: AdobeStock/ bluedesign
  • Bundesanwaltschaft ermittelt wegen möglichem Anschlag mit präparierter Drohne
  • Sprengstoffexperten entschärfen den Zünder nach Fund auf dem Flughafengelände
  • Innenminister Dobrindt spricht von einem möglichen hybriden Anschlagsszenario

Ein Fund am Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt nun die höchsten deutschen Ermittlungsbehörden. Nachdem eine mit Sprengstoff ausgestattete Drohne entdeckt wurde, hat die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen. Die Ermittler prüfen den Verdacht eines gezielten Angriffs auf die deutsche Infrastruktur.

Ermittler sprechen von schwerwiegendem Sicherheitsfall

Die Karlsruher Behörde begründet die Übernahme damit, dass der Vorfall eine besondere Bedeutung für die Sicherheit der Bundesrepublik haben könnte. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe wie das mögliche Herbeiführen einer Explosion sowie ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft war die Drohne mit einem professionellen Sprengsatz und einem Zündmechanismus versehen. Die Ermittler gehen derzeit dem Verdacht nach, dass auf dem Flughafengelände eine Explosion ausgelöst werden sollte.

Die Behörde bezeichnete den Vorfall als "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur" Deutschlands. Die weiteren Untersuchungen führt nun das Bundeskriminalamt.

Spezialkräfte entschärfen Sprengsatz am Flughafen

Der Zwischenfall hatte in der Nacht zum Mittwoch erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb in Leipzig/Halle. Der Flughafen wurde zeitweise vollständig gesperrt, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt gemeldet und ein verdächtiger Gegenstand an der Südpiste entdeckt worden war.
Spezialkräfte der Bundespolizei rückten laut "Bild" mit einem Sprengstoffroboter an. Dabei wurde die gefundene Drohne untersucht und der Zünder schließlich unschädlich gemacht. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll sich der Fund in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs befunden haben.

Zusätzlich sorgt ein weiterer Vorfall für Aufmerksamkeit: Eine Frachtmaschine, die wegen der Sperrung am Flughafen Leipzig/Halle durchstarten musste, soll mit einer unbekannten Drohne kollidiert sein. Nach der späteren Landung in Hannover wurden leichte Schäden am Flugzeug festgestellt.

Innenminister vermutet geplante Attacke

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wertet den Vorfall als möglichen gezielten Angriff. Er sprach von einem Szenario, das auf eine professionelle Vorbereitung hindeute.

"Es handelt sich um ein hybrides Anschlagsszenario", erklärte der CSU-Politiker. Auch eine Beteiligung ausländischer Akteure könne nach seiner Einschätzung nicht ausgeschlossen werden.

Die Ermittler prüfen nun, wer hinter der Aktion stecken könnte und welches Ziel verfolgt wurde.

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