Donald Trump: "Sie leiden an einer Krankheit" - US-Präsident irritiert mit Aussagen zu E-Auto-Fahrern

Erneut sorgt US-Präsident Donald Trump mit seltsamen Aussagen für Wirbel. In Las Vegas behauptete er, dass Fahrer von Elektroautos an einer Krankheit litten. Gleichzeitig prahlte er mit seinem Vorgehen gegen eine angebliche "Elektro-Vorgabe".

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Bei einer Veranstaltung in Las Vegas sorgte Donald Trump mit Aussagen über Elektroauto-Fahrer für Wirbel. (Foto) Suche
Bei einer Veranstaltung in Las Vegas sorgte Donald Trump mit Aussagen über Elektroauto-Fahrer für Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump behauptet in Las Vegas, Fahrer von Elektroautos litten an einer "Krankheit"
  • US-Präsident prahlt mit dem Stopp einer angeblichen "Elektro-Vorgabe" zum Kauf von E-Autos
  • Trumps Aussagen sind nicht haltbar: Reichweitenangst heute kaum noch ein Problem

Donald Trump fiel in der Vergangenheit bereits häufiger durch wilde Theorien zu verschiedenen Themen auf. Während einer Rede vor seinen Anhängern in Las Vegas, bei der er am Mittwoch erneut über einen möglichen Deal mit dem Iran sprach, legte er mit zweifelhaften Behauptungen über Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos nach.

Donald Trump irritiert mit Aussagen über Fahrer von E-Autos

E-Auto-Besitzer "leiden an einer Krankheit", erklärte Trump dem Publikum im Red Rock Resort -gemeint war die sogenannte Reichweitenangst.Fahrer würden bereits bei dreiviertel vollem Akku nervös Schilder passieren, die eine Ladestation in 89 Meilen (ca. 143 Kilometer) Entfernung ankündigten. "Diese Leute sind verrückt", so Trump.

US-Präsident prahlt mit Abschaffung von "Elektro-Vorgabe"

Gleichzeitig brüstete er sich damit, eine angebliche "Elektro-Vorgabe" gestoppt zu haben. "Ich habe die Elektro-Vorgabe beendet. Ich will nicht darüber reden, weil Elon nicht gerade begeistert von mir war, aber ich musste es tun", sagte er laut dem Portal "Electrek". "Ich habe es gestoppt, weil darin stand, dass innerhalb kürzester Zeit – etwa in 20 bis 30 Jahren – jeder ein Elektroauto haben müsse, obwohl es unmöglich war, es aufzuladen." Die aktuelle US-Elektroquote von lediglich sieben Prozent präsentierte er dabei stolz als Bestätigung seiner Politik. Im internationalen Vergleich liegen die USA damit weit zurück. Norwegen hat seinen Pkw-Markt praktisch vollständig elektrifiziert. China hat kürzlich die 50-Prozent-Schwelle bei Elektrofahrzeugen überschritten, und die meisten europäischen Märkte liegen inzwischen bei über 20 Prozent.

Keine Verpflichtung zum Umstieg auf Elektroautos in den USA

Tatsächlich hat außerdem kein US-Bundesgesetz jemals vorgeschrieben, dass Amerikaner ein Elektroauto kaufen müssen – weder bis 2030 noch zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. Was Trump als "Vorgabe" bezeichnet, sind laut "Electrek" in Wirklichkeit bundesweite Abgasgrenzwerte und kalifornische Umweltvorschriften für Autos. Diese Regelungen drängten Hersteller zwar dazu, mehr Elektrofahrzeuge zu produzieren, zwangen aber keinen einzigen Käufer zum Umstieg. Bereits in den ersten Tagen seiner zweiten Amtszeit ging Trump per Exekutivanordnung gegen diese Standards vor.

Donald Trumps Aussagen über Reichweitenangst sind offenbar übertrieben

Auch die von ihm verspottete Reichweitenangst ist laut "Electrek" in den meisten Märkten mittlerweile kaum noch ein Thema. Immer präzisere Reichweitenvorhersagen und eine stetig wachsende Ladeinfrastruktur haben das Problem weitgehend gelöst.

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