Donald Trump: "Ich will keine Menschen töten" - Zweifel an neuer Iran-Ankündigung

US-Präsident Donald Trump weckte bei einer Rede vor Anhängern erneut Hoffnungen auf einen Deal mit dem Iran. Doch es blieb unklar, wie schnell eine friedliche Lösung des Konflikts wirklich möglich ist. Trumps Kritiker sind wenig zuversichtlich.

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Donald Trump sprach sich vor Anhängern in Las Vegas erneut für ein Friedensabkommen mit dem Iran aus. (Foto) Suche
Donald Trump sprach sich vor Anhängern in Las Vegas erneut für ein Friedensabkommen mit dem Iran aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump behauptet vor Anhängern, dass er gern einen Deal mit dem Iran schließen würde
  • Der US-Präsident äußert sich nicht konkret zum aktuellen Stand möglicher Gespräche
  • Kritiker zweifeln an einer friedlichen Lösung in kürzester Zeit

In den vergangenen Monaten hat Donald Trump bereits mehrfach einen Deal mit dem Iran angekündigt. Doch länger anhaltender Frieden ist im Nahen Osten bislang nicht eingekehrt. Anfang Juli erklärte der US-Präsident einen zuvor vereinbarten Waffenstillstand für beendet, die gegenseitigen Angriffe gingen weiter. Nun hat sich Trump erneut für ein Abkommen mit Teheran ausgesprochen. Doch die Zweifel an seinen Aussagen sind groß.

Donald Trump deutet erneut Deal mit dem Iran an: "Ich will keine Menschen töten"

Bei einer Rede vor Anhängern in Las Vegas sagte Trump: "Ich würde lieber einen Deal schließen, weil ich keine Menschen töten will. Ich will keine Menschen töten". Gleichzeitig betonte der 80-jährige Republikaner, dass man den Iran in den vergangenen Monaten "schwer getroffen" habe und sogar auf den "größten aller Angriffe" vorbereitet gewesen sei. Zum aktuellen Stand von möglichen Gesprächen machte er keine Angaben. Trump sagte lediglich, dass man rede. Man werde sehen, was passiere.

Wann wird die Straße von Hormus geöffnet?

Der US-Präsident hatte zuvor Hoffnungen geweckt, dass an diesem Mittwoch oder Donnerstag die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus geöffnet werden könnte. Der Iran hatte die Meerenge nach gemeinsamen Angriffen der USA und Israels, die am 28. Februar begonnen hatten, blockiert. Die Schifffahrt in der Straße von Hormus kam quasi zum Erliegen. Weltweit stiegen daraufhin die Energiepreise.

Scharfe Kritik an Donald Trump wegen des Iran-Kriegs - Zweifel an friedlicher Lösung

Der Konflikt in der Golfregion tobt mittlerweile seit rund fünf Monaten. Dabei hatte Trump ursprünglich nur wenige Wochen dafür eingeplant. In den USA steht der Krieg gegen den Iran massiv in der Kritik - selbst bei Anhängern des Präsidenten.

Auf X (vormals Twitter) betrachten deshalb viele Nutzer auch Trumps neueste Deal-Ankündigung kritisch. In den Kommentaren wird deutlich, dass viele nicht an eine baldige friedliche Lösung glauben:

  • "Lol, sagt der Typ, der damit gedroht hat, sie in die Steinzeit zurückzuschicken. Er ist überfordert, und die Iraner haben ihn und seine Papiertiger-Miliz schon in die Schranken gewiesen."
  • "Dieser verdammte Mistkerl hat Hunderte von Iranern getötet, darunter auch den Obersten Führer, und jetzt behauptet er, er wolle keine Menschen töten – in Wirklichkeit steckt er im Krieg fest und will, dass man ihm seine schlechte Entscheidung nachsieht."
  • "Das ist eine Schande für die Menschheit.Er hätte Israel etwa 80 hochrangige Vertreter des islamistischen Regimes ins Visier nehmen lassen sollen, dann wäre es mit ihnen vorbei gewesen. Trump verrät die Menschheit, das iranische Volk und die Zukunft der USA, indem er einen Deal mit dem bösen islamistischen Regime schließt", lautet eine weitere Meinung.

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/bua/news.de/dpa

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