Landtagswahl: Schulze: Völlig andere Meinung zum Thema Völkermord

Auftritte des Kabarettisten Dieter Hallervorden bei CDU-Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt hatten bei den Christdemokraten teils für Irritationen gesorgt. Der Spitzenkandidat verteidigt das Format.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Am Rande einer Veranstaltung mit dem Schauspieler Dieter Hallervorden hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze Unterschiede bei Positionen zum Gaza-Krieg betont. "Ich persönlich teile beispielsweise nicht die Meinung, an mancher Stelle zum Thema Israel zum Thema Gaza. Ich stelle in keinster Weise das Existenzrecht Israels infrage und auch zum Thema Völkermord habe ich eine völlig andere Meinung", sagte Schulze vor Beginn der ausverkauften Veranstaltung.

Unterschiedliche Meinungen aushalten

Zugleich betonte er, dass man unterschiedliche Meinungen und auch mal Gegenrede aushalten müsse. Hallervorden wiederum sagte, dass auch er das Existenzrecht Israels nicht infrage stelle. Beim Thema Völkerrecht empfahl er jedoch der CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann "Nachhilfe".

Dieter "Didi" Hallervorden unterstützt Schulze im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, weil er nach eigenen Aussagen eine absolute Mehrheit der AfD in dem Bundesland verhindern will. Die Auftritte von Hallervorden bei CDU-Wahlkampfveranstaltungen hatten teils Irritationen ausgelöst - auch in der CDU. So wird, während Hallervorden ein Lied singt, in einem Video ein Bild eingeblendet, von einer Demonstration mit dem Schriftzug "Stoppt den Völkermord in Gaza".

Hallervorden lobt Schulzes Rückgrat

CDU-Generalsekretärin Hoppermann hatte dazu in der "Bild" gesagt: "Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression."

Hallervorden lobte bei der dritten Auflage der Veranstaltung in seiner Geburtsstadt Dessau Schulzes Rückgrat, wie er sagte. "Aber sie hat nicht damit gerechnet, dass ein Ministerpräsident namens Sven Schulze so viel Rückgrat hat, zu sagen: Wir lassen uns von denen in Berlin nicht vorschreiben, wie wir in Sachsen-Anhalt Wahlkampf zu machen haben", sagte der Schauspieler in Richtung Hoppermann.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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