Donald Trump: Wutausbruch im Weißen Haus? Trump verliert wegen Iran-Krieg die Nerven
Donald Trump soll bei einem Treffen mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern laut US-Medien völlig die Beherrschung verloren haben. Der Grund: Im Iran-Konflikt kommt der US-Präsident offenbar nicht voran. Hat Trump die Lage unterschätzt?
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- US-Medien berichten, Donald Trump habe wegen des Iran-Kriegs einen Wutausbruch im Weißen Haus gehabt
- Insider sprechen von einem Präsidenten, der im Konflikt keinen Ausweg mehr sieht
- Trump-Biograf Michael Wolff zeichnet das Bild eines Staatschefs, der politisch und militärisch in einer Sackgasse steckt
Bei einem Treffen mit seinen ranghöchsten Sicherheitsberatern in der vergangenen Woche ist Donald Trump angeblich ausgerastet. Wie NBC News und das "Wall Street Journal" berichten, brüllte der US-Präsident Schimpfwörter durch den Raum und ließ seinen Frust über die ausbleibenden Fortschritte im Iran-Krieg an den Anwesenden aus.
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Donald Trump steckt im ran-Konflikt fest
Trump sei "am Ende seiner Geduld" angesichts des fehlenden Fortschritts bei der Beendigung des Konflikts und des Mangels an einer klaren Strategie, heißt es in den Berichten. Ein Verbündeter des Präsidenten wird mit den Worten zitiert: "Der Präsident ist erschöpft. Ich glaube nicht, dass er gedacht hat, dass es so schwierig werden würde, die Iraner zu einem Deal zu bewegen." Trump-Biograf Michael Wolff ordnete die Lage im Podcast "Inside Trump's Head" unmissverständlich ein.
Wolff zeichnete im Gespräch mit Co-Moderatorin Joanna Coles das Bild eines Präsidenten, der in einer vollständigen Sackgasse feststeckt. "Er sitzt fest, er sitzt fest, er sitzt fest. Er kann nichts tun", so der Biograf. "Er kann sich zurückziehen. Er kann eine Niederlage eingestehen, was er ebenfalls nicht will. Also schreit er Leute an: 'Löst das Problem! Es muss doch etwas geben, das wir tun können.'"
Die militärische Realität sei dem US-Präsidenten wiederholt dargelegt worden, erklärte Wolff. Sämtliche militärischen Lösungen seien ausgeschöpft, die Raketenvorräte würden bei gleichbleibendem Tempo zur Neige gehen und die Luftkampagne habe alles erreicht, was sie erreichen könne. "Es gibt keinen weiteren Weg. Wir können nichts mehr tun – außer einmarschieren", fasste Wolff zusammen.
US-Präsident führt ewigen Krieg
Genau hier liegt Trumps politisches Dilemma: Im Wahlkampf 2024 hatte er sich als Präsident inszeniert, der Amerika aus endlosen Konflikten heraushält. Eine Bodeninvasion im Iran würde dieses zentrale Versprechen pulverisieren – und Trump weiß das. Doch auch ein Rückzug bietet keinen Ausweg aus der Misere. Selbst wenn Trump den Abzug als Triumph verkaufen und alles als großartigen Erfolg darstellen würde, bliebe ein entscheidendes Problem bestehen: Der Iran kontrolliert nach wie vor die Straße von Hormus, wie Co-Moderatorin Coles im Podcast anmerkte. Die strategisch bedeutsame Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels fließt, wäre damit fest in iranischer Hand. Wolff brachte Trumps Lage auf eine knappe Formel: "Trump ist der Hormus-Präsident."
Unterschätzt, überfordert, zerpflückt
Die Einschätzung aus Trumps eigenem Umfeld fällt dabei wenig schmeichelhaft aus. Ein Verbündeter des Präsidenten räumte gegenüber NBC News ein, dass Trump die Komplexität der Verhandlungen mit Teheran schlicht unterschätzt habe. Der US-Präsident habe offenbar nicht damit gerechnet, dass sich der Iran derart hartnäckig einem Deal verweigern würde.
In den sozialen Medien fiel die Kritik noch deutlich schärfer aus. "Wir alle hätten Trump sagen können, was passiert, wenn er den Iran angreift. 'Die werden die Straße von Hormus schließen!'", schrieb ein Nutzer auf X. Ein anderer kommentierte: "Er hat nicht geglaubt, dass es so schwierig wird, weil er dumm ist. Und nicht nachdenkt." Wieder andere warnten vor einer Eskalation in Richtung eines dritten Weltkriegs.
US-Präsident ohne Ausweg festgefahren
Trumps Situation gleicht damit einem klassischen Patt: Vorwärts geht es nicht, rückwärts auch nicht. Die Raketen schwinden, die Luftangriffe verpuffen, eine Invasion verbietet sich politisch – und ein Abzug käme einem strategischen Geschenk an Teheran gleich. Der Präsident, der einst versprach, Amerika aus genau solchen Konflikten herauszuhalten, steckt nun tiefer drin als je zuvor.
Wolffs Fazit klingt dabei wie ein Epitaph für Trumps außenpolitischen Kurs: "Trump ist der Hormus-Präsident." Nicht der Dealmaker, nicht der Friedensstifter – sondern der Mann, der an einer Meerenge im Persischen Golf scheitert. Wie lange Trump in dieser Sackgasse verharren kann, ohne dass der politische Druck im eigenen Land unerträglich wird, bleibt die offene Frage.
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