Papst Leo XIV.: Deutlicher Seitenhieb gegen Donald Trump – Pontifex findet klare Worte

Papst Leo XIV. spricht in seinem ersten US-TV-Interview über Freiheit, Einwanderung und Menschenwürde. Seine Aussagen werden als deutlicher Seitenhieb gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump gewertet.

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Papst Leo XIV.: Klare Worte zur Migration – Seitenhieb gegen Donald Trump? (Foto) Suche
Papst Leo XIV.: Klare Worte zur Migration – Seitenhieb gegen Donald Trump? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alessandra Tarantino
  • Papst Leo XIV. betont die Bedeutung von Einwanderung für Amerika
  • Aussagen zur Menschenwürde sorgen für politische Diskussionen
  • Beobachter sehen indirekte Kritik an Donald Trumps Kurs in der Migrationspolitik

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Mit seinem ersten großen Interview im US-Fernsehen hat Papst Leo XIV. nicht nur über seine amerikanischen Wurzeln gesprochen, sondern auch klare Worte zum Thema Einwanderung gefunden. Viele Beobachter werten seine Aussagen als indirekte Kritik an der Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump.

Bereits zuvor hatte US-Vizepräsident J.D. Vance mit seiner Kritik an Papst Leo XIV. für Schlagzeilen gesorgt. Bei einem Auftritt äußerte er sich zur Haltung des Vatikans in der Migrationspolitik und löste damit eine Welle scharfer Reaktionen aus. In den sozialen Medien wurde Vance für seine Aussagen teils heftig kritisiert und verspottet.

Papst erinnert an die Geschichte der USA

Im Gespräch mit NBC News sprach Leo XIV. über seine Herkunft und die Werte, die er mit den Vereinigten Staaten verbindet. Besonders hob er die Einwanderungsgeschichte des Landes hervor. "Das Gefühl der Freiheit, das Gefühl der Möglichkeiten, das Gefühl, seit Generationen Menschen aus aller Welt eingeladen zu haben, Teil Amerikas zu sein."

Der Papst erklärte laut "The Daily Beast" außerdem, dass auch seine eigene Familie von Einwanderung geprägt worden sei. Gerade deshalb sehe er Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Ländern als einen wesentlichen Bestandteil der amerikanischen Identität.

Papst Leo XIV. hat eine klare Haltung zur Einwanderung

Bereits in der Vergangenheit hatte Leo XIV. die Migrationspolitik der Trump-Regierung scharf kritisiert. Auch im aktuellen Interview machte er deutlich, dass die Kirche ihre Haltung nicht ändern werde. Nach früheren Aussagen bezeichnete der Pontifex die damalige Einwanderungspolitik als "unmenschlich" und betonte zugleich: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung oder davor, lautstark die Botschaft des Evangeliums zu verkünden."
Damit unterstreicht der Papst erneut, dass für ihn der Schutz der Menschenwürde Vorrang vor politischen Interessen hat.

Symbolträchtige Reise statt Nationalfeiertag

Für Aufmerksamkeit sorgte auch die Entscheidung des Kirchenoberhaupts, den US-Unabhängigkeitstag nicht in den Vereinigten Staaten zu begehen. Stattdessen reiste Leo XIV. nach Lampedusa, also jenem italienischen Mittelmeer-Eiland, das für viele Flüchtlinge der erste Anlaufpunkt in Europa ist.

Vatikan-Vertreter werteten diesen Schritt als bewusstes Zeichen für Solidarität mit Migranten. Der Papst verzichte damit auf große politische Gesten und setze stattdessen auf symbolische Bilder.

Papst Leo XIV.: "Jeder Mensch besitzt Würde"

In einem Schreiben an die Gläubigen in den USA bekräftigte Leo XIV. seine Position noch einmal. Für ihn gehöre der Schutz des menschlichen Lebens untrennbar mit der Unterstützung von Migranten zusammen. "Dies mit Mitgefühl und Großzügigkeit zu tun, ist nicht nur ein Akt der Nächstenliebe, sondern auch eine Anerkennung der Würde, die jedem Menschen zukommt."

Mit seinen Aussagen setzt Papst Leo XIV. einen deutlichen Akzent in der Debatte über Migration. Ohne Donald Trump direkt anzugreifen, machte das Oberhaupt der katholischen Kirche klar, welche Werte aus seiner Sicht im Mittelpunkt stehen sollten.

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